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Ruf zum Abenteuer

Hey ihr lieben!

Eigentlich wollte ich diese Woche über Rhythmus schreiben und wie wichtig er für unser seelisches Wohlergehen ist. Darüber werde ich auch noch schreiben. Aber wie das manchmal so ist, kommt das Leben dazwischen und mir lag diese Woche etwas viel Wichtigeres auf dem Herzen, was ich mit euch teilen wollte.

Wie viele von euch kennen das Gefühl, für mehr berufen zu sein? Wie viele von euch haben eine tiefe Sehnsucht, mehr zu erreichen als denselben Alltag Tag ein und Tag aus? Wie an einigen Rückmeldungen, nach einem meinen früheren Blogposts, zu sehen war, gibt es viele von euch die sich nach Abenteuer sehnen. Ich glaube, dieses Verlangen tief in jedem von uns steckt. Wir wollen etwas Besonderes sein, etwas einzigartiges tun und etwas weitreichendes zu erreichen.

So geht es mir auch. Wenn ich an diese tiefe Sehnsucht spüre, bekomme ich ein leichtes dumpfes ziehen unter dem Punkt, an dem sich meine Rippen in der Mitte meines Oberkörpers treffen. Dieser Punkt springt an, wenn ich Filme schaue wie King Arthur (noch die alte Version mit Kiera Knightley) oder Narnia oder Star Wars oder Slumdog Millionair….oder oder oder … Immer dann, wenn ich von Geschichten höre, in denen normale, scheinbar unbedeutende Menschen, dem Ruf ins Abenteuer Folgen.

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Photo by Gabriel Bassino on Unsplash

Ich wünsche mir so sehr, auch Teil so einer Geschichte zu sein, auch Teil von etwas größerem als mich selbst! In irgendeiner Art und Weise wollen wir das alle, sonst wären diese Geschichten nicht so erfolgreich, wie sie es sind.

Aber wenn ich mal ehrlich mit euch bin, fehlt mir oft der Mut, meine eigene Geschichte zu einer dieser Geschichten zu machen. Ich traue mich schon fast gar nicht zu glauben, dass unser Leben so etwas sein kann. Oft wird uns suggeriert: Studiere, mache eine Ausbildung, lerne etwas, damit du einen guten Job bekommst und für den Rest deines Lebens abgesichert bist. Als Deutsche, schließen wir für alles Versicherungen ab, was auch nur ansatzweise, möglicherweise, eventuell kaputtgehen könnte. Der Durchschnittsdeutsche gibt mindestens 1300 € im Jahr für Versicherungen aus. Wir sind ein Land was den sicheren Wohlstand gewohnt ist und auch anstrebt.

Klar, Sicherheit ist gemütlich. Wohlstand auch. Aber was ist, wenn unser großer, allmächtiger Gott uns nicht zum sicheren Wohlstand aufruft, in dem wir jede Minute jedes Tages für die nächsten zwanzig Jahre geplant haben. Um klar zu stellen, ich glaube, dass man das schon so machen kann, wenn man will. Aber die Frage ist: Ist das das Leben, zu dem Er uns beruft??

Ein Leben, in dem wir eigentlich alles selber in der Hand haben? Wo wir uns um unsere Einnahmen stressen. Ein Leben, in dem wir so voll geplant sind, dass ungefähr 10 Minuten – meistens vor dem Schlafen gehen – Gott nochmal „spontan“ wirken oder reden soll?

Als ich vor 3 Jahren meine Ausbildung zur Krankenpflegerin abschloss, begann ich zu arbeiten. Schon in der Ausbildung hatte ich öfters das Gefühl, dass Gott mich zum geistlichen Dienst ruft. Ich hatte nach etwa einem Jahr einen unbefristeten Vertrag in der Klinik. Ganz lange habe ich es mir nicht zugetraut, diesen Ruf zu folgen. Letztendlich hat sich der Weg, mein jetziges Studium zu beginnen, als nicht ganz unkompliziert herausgestellt. Aber in all dem hatte ich trotzdem immer wieder vor Augen, dass Gott mich dazu berufen und geführt hat….

Bis hin zu dem Punkt, wo ich das Studium antrat. Denn seitdem kamen immer wieder starke Fragen hoch: Schaff ich das? Ist es richtig, dass ich das jetzt in dieser Lebensphase mache? Kann ich als Frau in den geistlichen Dienst, auch wenn mein Mann etwas ganz anderes macht? Wie kann ich Familie und Leidenschaft am Beruf ausleben?

Gerade letzte Woche plagten mich diese Fragen extrem. Ich hatte plötzlich den Mut verloren. Ich wusste nicht mehr, für was ich das alles mache. Ich wusste noch nicht mal, ob ich das alles noch machen sollte. Noch viel weniger, ob ich das wollte.

Aber gerade dann, hatten wir in der Uni eine super interessante Vorlesung zum Thema Storytelling, in der uns die Heldenreise vorgestellt wurde. Für diejenigen die das nicht kennen, ist es ein Grundmuster bzw. ein Grundablauf wonach die meisten Mythen und epischen Geschichten verlaufen. Diese Reise ist vor allem von verschiedenen Entscheidungspunkte, Weggabelungen und Charakteren geprägt.

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Photo by Agnieszka Boeske on Unsplash

Es verläuft ungefähr so, dass der Held der Geschichte aus seinem normalen Alltag in ein Abenteuer herausgerufen wird. Er – oder in unserem Fall sie – muss diese Reise aber nicht alleine begehen, sondern bekommt meist ein Mentor zur Seite gestellt. Der Weg ist nicht immer leicht, im Gegenteil, die Reise wird an vielen Stellen sogar ziemlich steinig. Der Held aber hält durch, bis es zum absoluten Endkampf mit „dem Drachen“ – der unterschiedliche, meist innere Ängste, repräsentiert. Wenn der Kampf gewonnen ist, kommt die Heldin verändert und gestärkt davon hervor.

Was mich an dieser Vorlesung total bewegt hat, war, dass der Dozent dann sagte, dass die meisten Menschen vor der Höhle des Drachens stehen bleiben oder sogar umdrehen, was wiederum zu tiefen Gefühlen des Versagens oder der verpassten Chancen führen kann. Das hat mich erschüttert, denn genau das ist das Gefühl, was ich bekomme, wenn ich daran denke mein Studium nicht durchzuziehen. Diese Gedanken hatte einen tief greifenden Einfluss auf die Fragen, die mich nur ein paar Tage vorher regelrecht gequält hatten. Aufgrund dieser Tatsache, entschied ich mich diese Zweifel zu verbannen und mich auf das Abenteuer einzulassen, wozu mich Gott schon seit Jahren beruft.

Ich glaube, dass Gott nicht ein stickiger, staubiger Gott ist, der mich zu einem langweiligen Leben der Vorsicht beruft. Ich glaube, dass das auch für dich wahr ist! Natürlich ruft er uns auch nicht dazu auf, leichtsinnig vor uns her zu leben. Aber er ruft uns auf, ihm zu vertrauen und ein Schritt nach dem anderen, mit unserem Blick auf ihn gerichtet, aus dem Boot zu wagen. Er verspricht sogar, dass wir das gar nicht alleine machen müssen, sondern dass dieselbe Kraft, die Christus vom Tod auferstehen hat lassen, in uns lebt und mit uns geht!!

Natürlich sieht dieses Abenteuer für jeden von uns anders aus. Ich bin mir ziemlich sicher, dass keine meiner Leser*innen schon Mal einem Drachen begegnet ist oder sogar die Galaxie gerettet hat. Ich meine, wer weiß, aber das wäre mir neu. Fakt ist, das Leben ist ein ganz individuelles Abenteuer, was es zu gestalten gilt.

Also, was ist dein Abenteuer? Was bedeutet es für dich, dass Gott dich zum Abenteuer mit ihm ruft? Vertraust du ihm?

Fühle dich gedrückt und habe den Mut deine Schritte zu gehen!!
Carina

 

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Photo by Annie Spratt on Unsplash

 

Blog, Sorgen/Angst

Augen auf, um Sorgen zu übersehen.

Hallo Ladies,

Erstmal will ich euch ein RIESEN Dankeschön aussprechen!! Vielen Dank, dass so viele von euch die Zeit nehmen meine Posts zu lesen und dann auch noch vielen Dank für die vielen liebevollen und ermutigenden Worte die ich in letzten Wochen von euch bekommen habe!! Es hat mich regelrecht überwältigt!! Ich kann es einfach nicht glauben und bin Gott einfach so dankbar, dass er mir diese Möglichkeit gegeben hat. Hammer, so macht das Schreiben echt Spaß!! Wenn euch etwas besonders anspricht oder ihr zu einem Thema mehr hören wollt, dann fühlt euch frei, mir unten im Kommentar-Teil das wissen zu lassen!

In der letzten Woche hat es mich sehr beschäftigt, wie sehr uns unsere Gedanken beeinflussen. Das klingt erstmal selbstverständlich. Aber wenn wir mal unsere, also deine und meine Gedanken genauer betrachten, können wir nur schwer erkennen, was die Lügen sind, die wir uns immer wieder selbst sagen. Was ist die Lüge die du dir immer wieder selbst sagst? Was ist der eine Gedanke, der dein Handeln lenkt? Ich weiß es nicht was dieser Gedanke für dich ist. Aber als ich über dieses Thema letzte Woche nachdachte, musste ich beschämt zugeben, dass Ich mich immer wieder bei dem Gedanken ertappe, dass Gott sich nicht für mich sorgen wird, dass er mich vergisst und, dass es besser ist, erstmal selbst für mich zu sorgen.

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Photo by Anh Nguyn via Unsplash

Dieses Denken schleicht sich in ganz viele meiner Lebensbereiche. Als ich mein Studium begann befürchtete ich, dass es vielleicht niemanden geben würde, mit dem ich mich verstehen würde. Wenn es mal finanziell eng wird, würde Er uns mit Geld versorgen? Für den Blog, wird Er mir immer wieder neuen Stoff geben, worüber ich schreiben kann? So und so ähnliche Gedanken treiben mich durch den Alltag. Sie treiben mich von einem Termin zum anderen damit ich gut vernetzt bin. Sie machen mir Sorgen. Sie stressen mich.

Komisch, oder? Eigentlich hat Gott mir doch schon so oft gezeigt, dass er mich versorgen wird. Aber genau dann, in den kritischen Momenten wo es drauf ankommt, zu vertrauen, fliegen mir diese Gedanken aus dem Gedächtnis wie eine Katze aus dem Wasser. In dem Moment wo ich auf mein Konto schaue und sehe, dass es diesen Monat knapp werden könnte, vergesse ich, dass ich gerade in diesen Zeiten häufiger Geld auf dem Bürgersteig gefunden habe – manchmal sogar auf dem Weg zum Einkaufen! Wieder in einem anderen Moment, wo ich mir Sorgen mache, dass ich im neuen Studium keine Freunde finden werde, entfällt mir der Gedanken, dass ich so reich beschenkt bin, mein Studium in der Stadt zu beginnen, wo ich schon seit Jahren lebe und schon einen tollen Freundeskreis aufbauen durfte. Komisch.

Aber ich glaube, als Menschen sind wir von Natur aus so. Wir gucken auf unser/e Handy/Uhr. Legen Sie weg und gucken nach 20 Sekunden nochmal drauf, weil wir vergessen was drauf gestanden hat. Wir sind vergesslich. Und leider, wenn es um Gottes Zuspruch geht, sind wir noch vergesslicher.

Heute Morgen habe ich mal wieder Bibel gelesen und da ist mir in Markus 6 aufgefallen, als Jesus seine Jünger ausrüstete, dass Er sie  bevollmächtigte und sandte sie ohne Vorrat, Geld oder Ersatzkleidung aus. In Vers 13 steht dann: „Sie trieben viele Dämonen aus und salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie.“ (NGÜ) Dann, in Vers 30 kommen „Die Apostel wieder bei Jesus zusammen und berichteten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten.“ Das heißt, Gott hat ihnen nicht nur etwas aufgetragen, sondern es ist auch wirklich sehr viel passiert. Ich stelle mir das ein bisschen so vor, wie Teenies die vom Sommerlager Nachhause kommen und erstmal alles erzählen was sie auf ihrem geistlichen High erlebt haben, denn sie haben auch Gott und sein Wirken erlebt! Im Bibeltext geht es aber noch weiter, mit dem nächsten Wunder welches Jesus vollbringt: Die Speisung der 5000, in der Jesus mit, fünf Broten und zwei Fischen, 5000 Menschen versorgt! Dies sahen sie mit ihren eigenen Augen. Am selben Abend gingen dann die Jünger ins Boot und gerieten auf stürmischer See. Jesus sieht sie und läuft auf dem Wasser zu ihnen. Was tun die Jünger? Sie erschrecken sich!! Gerade haben sie allerlei Zeichen und Wunder erlebt, haben erlebt, wie Gott sie mit materiellen Dingen versorgt hat und jetzt haben sie Angst!

Ich kenne das so gut! Gerade dann, wenn ich eine besonders intensive Zeit mit Gott hatte, ihn gehört und erlebt habe, haut mich der Sturm meiner Sorgen um. Die Sache mit der Sorge ist aber so, nicht nur raubt sie uns Freude, sondern auch Kraft. Sie raubt uns die Kraft, Dinge zu tun, Schritte zu gehen, zu denen uns Jesus berufen hat. Die Sorge, dass Gott mich nicht mit neuen Themen versorgen wird, hemmt mich im Schreiben. Die Sorge, dass Gott vergisst, mich finanziell zu versorgen, hält mich davon ab, großzügig mit meinen Mitmenschen zu sein.

Ich denke, dass du das auch kennst. Aber was kannst du heute konkret tun, um dich in Zeiten des Sturms daran zu erinnern, was Er schon alles für dich getan hat, wo Er dich schon versorgt hat.

Augen auf!

Manchmal sind wir so mit unseren Sorgen oder Ängste oder Alltag beschäftigt, dass wir voll und ganz vergessen zu gucken! Gott ist immerdar, immer wirkend und immer wahr. Aber in der Bibel steht, dass er nicht im lauten Donner ist, sondern in einem leisen Säuseln. Wir müssen unsere Augen und Ohren spitzen und aufmerksam durchs Leben gehen.

Mach dir eine Notiz.

Cliché aber wahr: Wer schreibt der bleibt. Schreib dir auf, was sich getan hat. Ob es Antworten auf dein Gebet sind oder ob es einfach Sachen sind, für die du dankbar bist. Schreib sie dir als Notiz und kleb sie an den Spiegel, da wo du es immer wieder siehst. Oder, mach es so wie eine Freundin von mir, die ganze Bücher mit Gottes Erlebnissen füllt. Immer dann, wenn sie merkt, dass Gott etwas getan hat, schreibt sie es sich auf.

Traue dich was.

Nachdem du einiges an Erfahrung gesammelt hast und gemerkt hast, dass Er dich nicht fallen lässt. Vertraue Gott. Wage Schritte. Frag ihn, was er mit deinem Leben vorhat und geh!!

Denn das ist meine feste Überzeugung, Gott sagt zu jedem von uns: Tochter geh… ich werde dich versorgen. Ich werde dir Schritt für Schritt das nötige geben. Werden schwere Zeiten kommen? Absolut! Aber schaue auf mich und guck was ich machen werde!

Was hast du an Ideen oder Impulse wo Gott sagt: geh? Wo hast du dich noch nicht getraut Schritte zu gehen, weil du nicht glauben konntest, dass Er dir das Nötige geben wird? Wo hast du dich mit Sorgen und Trauer geplagt, weil du vergessen hast, was Gott dir Gutes versprochen hat? Er ist dir treu! Erlässt dich nicht im Stich. Er geht mit dir!

Traue dich heute! Geh Tochter, geh!

Fühle dich gedrückt!
Carina

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Photo by Ihor Malytskyi on Unsplash