Allgemein, Blog, Sorgen/Angst

Furchtlos: 4 Wege deine Angst neu auszurichten

Als ich darüber nachdachte, worum es in dieser Woche gehen soll, lag mir das Thema Angst sehr auf dem Herzen. Obwohl wir in der Post-Aufklärung leben, einer Zeit voller Informationsflut und ständiger Verbundenheit, ist Angst ein riesiges Thema! Vielleicht gerade deswegen? Vor allem in den USA, aber auch immer mehr in Deutschland, belagern Angst und Besorgnis (engl. Anxiety) die Menschen um uns herum.

Was ist Angst? Sie umgibt uns auf allen Seiten. Sie rauscht auf uns ein. Sie hält uns wach. Sie lähmt uns und lässt unsere Gedanken kreisen. Die Angst gibt es in allen Größen und in allen Lebenslagen. Manchmal drückt sie sich eher als Sorge aus. Manchmal sogar auch als Zorn. Aber letztendlich scheint sie uns die Macht über uns selbst zu nehmen.

Als Christ hab ich manchmal schon ein schlechtes Gewissen, wenn mich die Sorgen mal wieder überkommen. Sollte ich nicht so langsam begriffen haben, dass Gott mich nicht im Stich lässt? Sollte ich nicht so langsam von seiner Vorsorge überzeugt sein? Mit Fearless auf meinem Arm gestempelt und „Fürchte dich nicht…“ in der Bibel verewigt, warum fällt es mir dann so schwer, in diesem Bewusstsein zu leben?

IMG_3338

Aber nicht nur ich und du als einzelne, haben Angst! Auch unsere Gemeinden leben oft in Angst und Sorge! Sie haben Angst, Menschen zu verlieren. Sorgen, dass nicht genug Geld da ist. Angst etwas falsch zu machen… Oftmals hindert uns das, voran zu gehen und mutige Entscheidungen zu treffen und Schritte zu gehen. Ob jetzt in Gemeinden oder in unserem eigenen Leben!

Man ist schnell dabei zu sagen, dass Angst etwas schlechtes ist. Ich habe aber mal gehört, dass alle Emotionen die wir haben, nicht schlecht sind, sondern nur falsch orientiert sind. Gott schenkt uns jeden unserer Emotionen für einen bestimmten Zweck, und zwar uns auf ihn auszurichten. Vor einiger Zeit habe ich einen sehr interessanten Podcast zu diesem Thema gehört, der mich neu über das Thema hat nachdenken lassen.

Mal ganz nüchtern betrachtet definiert Matt Lanz (aus dem Podcast) Furcht oder Angst als eine emotionale Reaktion auf Umstände, die außerhalb unserer Kontrolle sind und uns das Gefühl geben, dass wir dadurch ein Schaden davon tragen könnten. Diese emotionale Reaktion führt uns dazu, Rettung zu suchen. Etwas zu suchen, was größer oder stärker als unsere Angst ist oder sie auf anderer Art und Weise vertreiben kann. Was wir in diesem Fall aufsuchen kann ganz unterschiedlich sein. Ob du Angst hast alleine zu sein und deshalb sofort dein Handy zuckst, sobald du niemanden auf der Party hast, mit dem du sprechen kannst. Oder ob du zum Kühlschrank schleichst, sobald der Prüfungsstress zu viel wird. Oder vielleicht gehst du sogar bestimmten Beziehungen aus dem Weg, weil du Angst hast, verletzt zu werden.

tim-marshall-76166-unsplash.jpg
Photo by Tim Marshall on Unsplash

Gott hat uns unsere Angst gegeben, um wiederum auch unseren Retter zu sein! So herrlich und wunderbar ist seine Liebe! Doch unsere Angst zeigt uns oft was wir glauben, mächtiger zu sein, als Gott selbst. Denn wenn uns wirklich Gottes Allmacht bewusst ist und wir wissen, dass Jesus, Sohn Gottes, alle Tage bei uns ist – wen müssen wir dann noch fürchten?

Was ich an dieser ganzen Sache aber so wunderbar finde ist, dass Jesus uns nicht für unsere Angst verurteilt. Er macht uns nicht noch ein weiteres schlechtes Gewissen, warum wir in diesem Fall ihm nicht vertrauen oder sogar glauben. Im Gegenteil, mit seiner sanften Hand nimmt er dein Kinn und lenkt deinen Blick auf sein Gesicht. Schaue mich an meine wertvolle Tochter. Hab keine Angst, ich bin bei dir. Schaue, wie ich das – was dir gerade Angst macht – zurechtweise und vernichte.

So, nun haben wir manchmal aber einfach Angst. Wir wissen nicht wie es weitergehen soll nach der Schule oder dem Studium. Wir wissen nicht, ob die von uns geliebten Personen wieder gesund werden. Es gibt vieles, was uns Angst machen kann, aber was können wir in diesen Situationen machen?

1. Schaue weg von deiner Angst und hin zu Jesus.

Komme vor ihm. Er wartet schon auf dich. Sag ihm, was dir Angst macht, was deine Befürchtungen sind. Sag ihm, wo du unsicher bist, ob er handeln wird. Wenn du gerade nicht beten kannst, dafür aber singen, dann tue das! Ich kann mich an so manche gruseligen und dunklen Fahrradfahrten erinnern, durch die ich mich durch gesungen habe. Für manche ist weder beten noch singen möglich. Dann höre Lobpreis, höre wie andere Gottes Herrlichkeit und Größe preisen!
Und vor allem lese sein Wort! Unten habe ich ein paar Verse voller Zuversicht zusammen gefasst, die du dir schnell anschauen kannst, wenn Sorgen oder Angst dich überfallen.

verse um gegen Angst anzukämpfen!

2. Mach dir Gottes Gegenwart bewusst.

Der Trick bei dem ersten Schritt ist, dass du dir langsam wieder bewusst machen kannst, mit welchem großem Gott du es zu tun hast!! Mit diesem großen Gott hast du einen ganz persönlichen Zugang. Er hört die Sorgen deines Herzens! Er erhört dein Gebet. Er, der allmächtige König über Himmel und Erde, wendet sich dir auf persönlicher Ebene zu und verspricht nie von deiner Seite zu weichen. Nimm dir eine Minute Zeit, diese Realität in deinem Herzen zu verankern. Und wenn dir das alles bewusst geworden ist, dann nimm den Zuspruch von den obengenannten Versen und widerspreche deine Angst und weise sie in die Schranken!!

3. Suche Gemeinschaft.

Mach es nicht alleine!! In manchen Momenten sind wir von unserer eigenen Angst so gelähmt, dass wir gar nicht das Gefühl haben, unseren Blick auf Jesus richten zu können. Manchmal kann man einfach nicht beten und unsere Gedanken schweifen beim Bibellesen. Manchmal nervt uns auch Lobpreis-Musik! Ja, aber genau in diesen Augenblicken brauchen wir Freunde die uns beistehen und für uns beten. Manchmal mit uns zusammen, aber auch einfach von der ferne.

Wir brauchen Mitkämpferinnen im Glauben. Aber sie können auch nur dann gut für uns kämpfen, wenn sie Zugang zu unseren Ängsten haben. Ein weiterer wichtiger Punkt: Gib deinen Freundinnen Zugriff zu deinem Innenleben. Lass sie in dein Leben rein sprechen und dich auf deine blinden Flecken aufmerksam machen! So können sie manchmal auch Ängste aufdecken, die in deinen hinteren Ecken lungern und unbewusst deine Sorge steuern.

4. Sei mutig!

Mut ist das Ergebnis davon, wenn du deine Rettung in etwas Standfestes und unerschütterlich findest. Die einzig wahre, ewig standfeste und unerschütterliche Rettung ist Jesus. Wenn wir das wenn wir unsere Errettung in Ihm suchen, finden wir wahre Freiheit, mutige Schritte zu gehen!

sammie-vasquez-549428-unsplash
Photo by Sammie Vasquez on Unsplash

Ich finde, dass diese Schritte für alle gelten, ob einzelne Menschen oder ganze Gemeinden. Es kommt letztendlich auf die Frage an: Wer glauben wir, ist am mächtigsten?

Klar, es ist nicht immer mit einem Gebet getan. Aber ich versichere dir! Wenn du dich kontinuierlich Gottes mächtigen und liebevollen Gegenwart aussetzt, ist Er treu und gerecht. Er lässt dich nicht im Stich! Traue dich ihm zu vertrauen!

Fühl dich gedrückt!!

Carina

P.S. Ab nächster Woche verschiebt sich die Blogpost-Veröffentlichung auf mittwochs mittwochs! Aber weiterhin einmal die Woche!

Blog, Sorgen/Angst

Augen auf, um Sorgen zu übersehen.

Hallo Ladies,

Erstmal will ich euch ein RIESEN Dankeschön aussprechen!! Vielen Dank, dass so viele von euch die Zeit nehmen meine Posts zu lesen und dann auch noch vielen Dank für die vielen liebevollen und ermutigenden Worte die ich in letzten Wochen von euch bekommen habe!! Es hat mich regelrecht überwältigt!! Ich kann es einfach nicht glauben und bin Gott einfach so dankbar, dass er mir diese Möglichkeit gegeben hat. Hammer, so macht das Schreiben echt Spaß!! Wenn euch etwas besonders anspricht oder ihr zu einem Thema mehr hören wollt, dann fühlt euch frei, mir unten im Kommentar-Teil das wissen zu lassen!

In der letzten Woche hat es mich sehr beschäftigt, wie sehr uns unsere Gedanken beeinflussen. Das klingt erstmal selbstverständlich. Aber wenn wir mal unsere, also deine und meine Gedanken genauer betrachten, können wir nur schwer erkennen, was die Lügen sind, die wir uns immer wieder selbst sagen. Was ist die Lüge die du dir immer wieder selbst sagst? Was ist der eine Gedanke, der dein Handeln lenkt? Ich weiß es nicht was dieser Gedanke für dich ist. Aber als ich über dieses Thema letzte Woche nachdachte, musste ich beschämt zugeben, dass Ich mich immer wieder bei dem Gedanken ertappe, dass Gott sich nicht für mich sorgen wird, dass er mich vergisst und, dass es besser ist, erstmal selbst für mich zu sorgen.

anh-nguyen-515149-unsplash Sorgen
Photo by Anh Nguyn via Unsplash

Dieses Denken schleicht sich in ganz viele meiner Lebensbereiche. Als ich mein Studium begann befürchtete ich, dass es vielleicht niemanden geben würde, mit dem ich mich verstehen würde. Wenn es mal finanziell eng wird, würde Er uns mit Geld versorgen? Für den Blog, wird Er mir immer wieder neuen Stoff geben, worüber ich schreiben kann? So und so ähnliche Gedanken treiben mich durch den Alltag. Sie treiben mich von einem Termin zum anderen damit ich gut vernetzt bin. Sie machen mir Sorgen. Sie stressen mich.

Komisch, oder? Eigentlich hat Gott mir doch schon so oft gezeigt, dass er mich versorgen wird. Aber genau dann, in den kritischen Momenten wo es drauf ankommt, zu vertrauen, fliegen mir diese Gedanken aus dem Gedächtnis wie eine Katze aus dem Wasser. In dem Moment wo ich auf mein Konto schaue und sehe, dass es diesen Monat knapp werden könnte, vergesse ich, dass ich gerade in diesen Zeiten häufiger Geld auf dem Bürgersteig gefunden habe – manchmal sogar auf dem Weg zum Einkaufen! Wieder in einem anderen Moment, wo ich mir Sorgen mache, dass ich im neuen Studium keine Freunde finden werde, entfällt mir der Gedanken, dass ich so reich beschenkt bin, mein Studium in der Stadt zu beginnen, wo ich schon seit Jahren lebe und schon einen tollen Freundeskreis aufbauen durfte. Komisch.

Aber ich glaube, als Menschen sind wir von Natur aus so. Wir gucken auf unser/e Handy/Uhr. Legen Sie weg und gucken nach 20 Sekunden nochmal drauf, weil wir vergessen was drauf gestanden hat. Wir sind vergesslich. Und leider, wenn es um Gottes Zuspruch geht, sind wir noch vergesslicher.

Heute Morgen habe ich mal wieder Bibel gelesen und da ist mir in Markus 6 aufgefallen, als Jesus seine Jünger ausrüstete, dass Er sie  bevollmächtigte und sandte sie ohne Vorrat, Geld oder Ersatzkleidung aus. In Vers 13 steht dann: „Sie trieben viele Dämonen aus und salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie.“ (NGÜ) Dann, in Vers 30 kommen „Die Apostel wieder bei Jesus zusammen und berichteten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten.“ Das heißt, Gott hat ihnen nicht nur etwas aufgetragen, sondern es ist auch wirklich sehr viel passiert. Ich stelle mir das ein bisschen so vor, wie Teenies die vom Sommerlager Nachhause kommen und erstmal alles erzählen was sie auf ihrem geistlichen High erlebt haben, denn sie haben auch Gott und sein Wirken erlebt! Im Bibeltext geht es aber noch weiter, mit dem nächsten Wunder welches Jesus vollbringt: Die Speisung der 5000, in der Jesus mit, fünf Broten und zwei Fischen, 5000 Menschen versorgt! Dies sahen sie mit ihren eigenen Augen. Am selben Abend gingen dann die Jünger ins Boot und gerieten auf stürmischer See. Jesus sieht sie und läuft auf dem Wasser zu ihnen. Was tun die Jünger? Sie erschrecken sich!! Gerade haben sie allerlei Zeichen und Wunder erlebt, haben erlebt, wie Gott sie mit materiellen Dingen versorgt hat und jetzt haben sie Angst!

Ich kenne das so gut! Gerade dann, wenn ich eine besonders intensive Zeit mit Gott hatte, ihn gehört und erlebt habe, haut mich der Sturm meiner Sorgen um. Die Sache mit der Sorge ist aber so, nicht nur raubt sie uns Freude, sondern auch Kraft. Sie raubt uns die Kraft, Dinge zu tun, Schritte zu gehen, zu denen uns Jesus berufen hat. Die Sorge, dass Gott mich nicht mit neuen Themen versorgen wird, hemmt mich im Schreiben. Die Sorge, dass Gott vergisst, mich finanziell zu versorgen, hält mich davon ab, großzügig mit meinen Mitmenschen zu sein.

Ich denke, dass du das auch kennst. Aber was kannst du heute konkret tun, um dich in Zeiten des Sturms daran zu erinnern, was Er schon alles für dich getan hat, wo Er dich schon versorgt hat.

Augen auf!

Manchmal sind wir so mit unseren Sorgen oder Ängste oder Alltag beschäftigt, dass wir voll und ganz vergessen zu gucken! Gott ist immerdar, immer wirkend und immer wahr. Aber in der Bibel steht, dass er nicht im lauten Donner ist, sondern in einem leisen Säuseln. Wir müssen unsere Augen und Ohren spitzen und aufmerksam durchs Leben gehen.

Mach dir eine Notiz.

Cliché aber wahr: Wer schreibt der bleibt. Schreib dir auf, was sich getan hat. Ob es Antworten auf dein Gebet sind oder ob es einfach Sachen sind, für die du dankbar bist. Schreib sie dir als Notiz und kleb sie an den Spiegel, da wo du es immer wieder siehst. Oder, mach es so wie eine Freundin von mir, die ganze Bücher mit Gottes Erlebnissen füllt. Immer dann, wenn sie merkt, dass Gott etwas getan hat, schreibt sie es sich auf.

Traue dich was.

Nachdem du einiges an Erfahrung gesammelt hast und gemerkt hast, dass Er dich nicht fallen lässt. Vertraue Gott. Wage Schritte. Frag ihn, was er mit deinem Leben vorhat und geh!!

Denn das ist meine feste Überzeugung, Gott sagt zu jedem von uns: Tochter geh… ich werde dich versorgen. Ich werde dir Schritt für Schritt das nötige geben. Werden schwere Zeiten kommen? Absolut! Aber schaue auf mich und guck was ich machen werde!

Was hast du an Ideen oder Impulse wo Gott sagt: geh? Wo hast du dich noch nicht getraut Schritte zu gehen, weil du nicht glauben konntest, dass Er dir das Nötige geben wird? Wo hast du dich mit Sorgen und Trauer geplagt, weil du vergessen hast, was Gott dir Gutes versprochen hat? Er ist dir treu! Erlässt dich nicht im Stich. Er geht mit dir!

Traue dich heute! Geh Tochter, geh!

Fühle dich gedrückt!
Carina

ihor-malytskyi-204553-unsplash
Photo by Ihor Malytskyi on Unsplash