Allgemein, Blog, Lifestyle

Schaufenster Christentum: Wie wir als Christen nach dem perfekten Leben streben

Hey Ladies!!

Ich freue mich riesig, dass du wieder da bist! In den letzten zwei Wochen ist mir ein interessantes Phänomen aufgefallen, über dass ich heute schreiben möchte. Es war spannend zu beobachten, wie ganz unterschiedliche Menschen auf die letzten beiden Artikel reagiert haben. Viele haben sich darüber gefreut, dass ich mal etwas angesprochen habe, was schon lange im Verborgenen lag. Andere machten sich Sorgen, ob ich irgendwelche Nachwirkungen erfahren würde, da ich so persönlich von meinem Leben berichtet habe. Wieder andere waren erleichtert, dass sie nicht die Einzigen mit diesem Kampf waren.

Das hat mich zum Nachdenken angeregt – Stimmt eigentlich, könnte dies Folgen für mich haben? Was könnte passieren, wenn jetzt „alle“ meine ganz geheime Sünde so offenbar sehen können? Wisst ihr, zu welchem Ergebnis ich kam? Es kann mir erstmal gar nichts passieren, denn indem es ans Licht gebracht wurde, ist der Sünde die Macht genommen worden. Wie kann mich das also im Nachhinein schädigen? Gar nicht. Denn es ist kein Geheimnis mehr, dass ich mit ganzer Mühe zudecken muss. Aber dann habe ich weiter gedacht: Warum habe ich das Gefühl diese Sache so stark verstecken zu müssen?

norman-toth-171216-unsplash
Photo by Norman Toth on Unsplash

In einem Gespräch, dass ich mit einer Person nach dem ersten Artikel hatte, erinnerte ich mich an ein Zitat von Jefferson Bethke – einem bekannten Poetry-Slammer und Autor: „[Die Kirche] ist nicht ein Museum für die Heiligen, es ist ein Krankenhaus für die gebrochenen.“ Eine Idealvorstellung. Aber wie oft sehen wir das verdreht? Wie oft tun wir so, als wären wir als Christen in einem perfekt inszeniertem Schaufenster. Selbst wenn wir als Christen unter uns sind, sind es oft unsere Masken die uns voneinander trennen. Der Druck wird höher, die Anstrengung größer, das vermeintlich perfekte Leben – ohne dreckige Sündenflecken – zu leben. Aber warum eigentlich? Warum setzten wir uns selbst bzw. einander gegenseitig so unter Druck?

Eigentlich sollte es doch gerade uns bewusst sein, wie sündig wir sind und wie sehr wir Jesus Gnade in unserem Leben brauchen. Deshalb entscheidet man sich schließlich in Abhängigkeit von Jesus zu leben. „Insgeheim“ wissen wir doch alle, wie oft wir schuldig werden und nicht mehr Gottes Herrlichkeit wiederspiegeln… Warum ist es dann so schwierig, dass vor einander zuzugeben?

Ein peinlicher Versuch mein Christliches Gesicht zu wahren…

Ich habe dieses Phänomen, dass Christen – wenn sie unter sich sind – meist unbewusst versuchen, sich einander von ihrer Heiligkeit zu überzeugen, schon öfters beobachtet. Ein eher witziges Beispiel habe ich erlebt, als ich mit 20 Jahren an einer Kurzbibelschule der Fackelträger war. Eines Abends wollten wir einen Filmabend machen und entschieden uns für den Film Grease, einem Kult-Musical das in den 50er Jahren spielt. Dieser Film handelte von den üblichen Highschool Themen: Liebe, Cliquen und Coolness.

An sich, ist dieser Film relativ harmlos, keine Sex-Szenen und kein Gefluche, nichts was dem üblichen Zuschauer, im Jahr 2011, die Augenbraue hochziehen lassen würde. Die meisten von uns hatten den Film schon einmal vor unseren „frommen“ Bibelschultagen gesehen. Doch als wir ihn jetzt zusammen schauten, fühlten wir uns plötzlich alle ertappt, dass wir so was „versautes“ angeschaut hatten. Ich weiß noch wie wir uns peinlich darüber austauschten, dass wir uns gar nicht mehr daran erinnert hatten, dass der Film ja so „versaut“ war! (Selbst jetzt beim Schreiben verdrehen sich meine Augen….)

Wenn ich jetzt an diese Erinnerung denke, muss ich einfach nur lachen! Was für ein Quatsch!! Aber, damals war ich auf jeden Fall dabei. Ich habe diese Gespräche geführt, dass ja niemand denke ich sei zu weltlich… Verrückt. Hätten wir uns jedoch, außerhalb dieser frommen Glocke – einfach so – für einen Mädels Abend getroffen, hätte keine Einzige von uns noch so christlichen Mädels Bedenken gehabt, diesen Film zu schauen. Aber irgendwas an dieser Kombination von wirklich wohlwollenden, frisch-ausgebildeten Christinnen, führte dazu, dass wir überdimensional versucht haben, unser christliches Gesicht zu wahren.

Jesus hat uns von Angst frei gemacht!

Es soll jetzt nicht darum gehen, was man als Christ schauen oder nicht schauen sollte. Aber ich bin mir sicher, jeder von euch kennt eine so oder so ähnliche Situation, wo man mit anderen Christen zusammen ist und das Gefühl hat, nicht mehr ehrlich sein zu können. Entweder aus Angst, vor peinlicher Betretenheit oder sogar aus Angst vor Verurteilung. Was ein trauriger zustand! In einem seinem Lied 10 Feet Down rappt NF: „Die Kirche ist wo ich Jesus fand, aber auch wo ich lernte [andere] zu richten.“ Obwohl das vielleicht eine überspritzte Aussage ist, denke ich, dass viele diese Aussage nachvollziehen können. Leute, das müssen wir ändern!

Natürlich gibt es eine gesunde Distanz und man muss nicht jeder Person sein Herz ausschütten, mit welchen Bereichen man gerade kämpft oder was einem gerade beschäftigt. Bei manchen Dingen ist es sogar weiser, unter vier Augen mit einer guten Freundin darüber zu sprechen. Wichtig ist mir nur, dass darüber gesprochen wird! Mit anderen Dingen habe ich es schon so oft erlebt, dass Gott da coole, gute, heilsame Gespräche entstehen lassen hat, wo ich es gar nicht unbedingt erwartet habe, einfach nur dadurch, dass ich mein eigenes Herz oder jemand anderes ihr Herz geöffnet hat.

dani-vivanco-558829-unsplash
Photo by Dani Vivanco on Unsplash

Diese Momente sind besonders einzigartig, aber auch sehr zerbrechlich. Es ist schwer Menschen hinter die Kulissen schauen zu lassen, vor allem dann, wenn von vorne alles perfekt ausschaut. Deshalb plädiere ich an euch liebe Leserinnen!! Seid ehrlich mit den Menschen um euch herum. Hört damit auf, immer ein perfektes Christenbild präsentieren zu wollen und noch viel mehr, hört damit auf, euch den Druck zu machen ein perfektes Bild präsentieren zu müssen! Das macht dich authentisch und nahbar. Ich weiß nicht, aber es fällt mir viel einfacher mit einer Sache umzugehen, wenn ich weiß, dass ich nicht die Einzige bin die damit Probleme hat!

Als Christinnen haben wir die aller größte Freiheit zuzugeben, dass wir immer wieder nicht perfekt sind. Denn da wo wir merken, dass wir die Perfektion immer wieder im Vorbeigehen streifen, aber sie nie völlig erreichen werden, realisieren wir, wie sehr wir auf Jesus Liebe und Vergebung  angewiesen sind. Je mehr wir diese Realität für uns persönlich annehmen, desto mehr Freiheit haben wir, unseren Soul-Sisters in Liebe und Authentizität zu begegnen und aktiv unsere perfekten Masken fallen zu lassen.

Lasst uns aufhören, der Welt vermitteln zu wollen, dass unser Leben immer glatt läuft. Lasst uns den Mut haben, uns voreinander verletzlich zu machen und zuzugeben, wie sehr wir alle Jesus brauchen.

Denn nur indem wir als Christen Lernen, zu unserer durch Jesus vergebenen Menschlichkeit zu stehen, kann unsere wahre Freiheit zur Authentizität entstehen.

Fühl dich gedrückt,

Carina

I stand out because I wear my Garbage. -NF

Blog

Warum es mir nicht reicht zu wissen, wie schön ich bin.

Hey Ladies,

Wie es viele von euch bereits wissen, bin ich noch ziemlich neu in der Blogger Szene. Deshalb dachte ich, ist es angebracht euch mitzuteilen, warum ich so ein Herz dafür habe, Frauen in ihrer Identität stärken.

Über die letzten paar Jahre habe ich leider aus erster Hand erlebt, dass trotz aller Emanzipation und feministischer Bewegung, Frauen trotzdem wesentlich benachteiligt sind. Ich weiß dass, vor allem in eher evangelikalen Räumen, sich so manches zusammen zieht, wenn man die obengenannten zwei Wörter hört. Aber über die letzten Wochen, Monate und Jahre habe ich gemerkt, wie wichtig diese Aspekte für unsere Rolle als Frau sind.

Ich habe persönlich gemerkt, wie wichtig es ist, für Frauen einzustehen, die keine Stimme haben oder denen – in manchen Fällen auch – die Stimme genommen wurde. Feminismus geht für mich nicht darum Männer zu hassen oder gar darum, die Frau über den Mann zu stellen. Es geht mir darum Frauen stark zu machen und zu befähigen. Stärken, indem wer sie sind und wo sie stehen und zu befähigen so dass Frauen noch viel mehr erreichen, als die Gesellschaft es ihnen manchmal zutraut.

Ich weiß nicht, wer von euch ein so oder so ähnliches Szenario kennt:
Vor einiger Zeit habe ich zusammen mit einer Freundin entschieden ein Buch zu lesen. Nach einigen Vorschlägen entschieden wir uns für: Weißt du nicht, wie schön du bist? Von John und Stasi Eldredge. Ich hatte dieses Buch schon einmal mit ca. 17 oder 18 Jahren gelesen und fand es damals auch ziemlich gut. Zu dem damaligen Zeitpunkt hat es mir eine ganz andere, liebende und wertschätzende Seite von Gottes mütterliche Liebe gezeigt.

Dieses Mal – fast 10 Jahre später – merkte ich allerdings, dass mir einiges viel zu kurz kam. Männern wurden à la Der Ungezähmte Mann zugeschrieben, dass sie wild, abenteuerlustig und kriegerisch seien. Frauen auf der anderen Seite wurden hauptsächlich Schönheit und der Wunsch umworben zu sein zugeordnet.

Diese Eigenschaften mögen stimmen, doch dabei fallen mir viele andere Eigenschaften der Frau zu kurz!! Ja, ich mache mich gerne schön und Ja natürlich ist es sehr schön umworben zu sein. Aber das ist definitiv nicht mein primärer Lebensinhalt. Ich liebe es auch wild und abenteuerlustig zu sein. Ich liebe es unerforschte Wege einzuschlagen und mich etwas zu trauen, was mir Angst macht! Und um ganz ehrlich zu sein, finde ich es nicht gut, wenn wir als Frauen darauf reduziert werden, wie wir aussehen oder was jemand anderes für uns empfindet!

timothy-eberly-515801-unsplash
Photo by Timothy Eberly on Unsplash

Ich merke, wie über die Jahre mich das Bild der Kriegerin viel mehr beflügelt und inspiriert, als das der Prinzessin. Wenn ich die Frauen um mich herum sehe, die mich anspornen und inspirieren, ist es nicht, deren äußerliche Schönheit die mich antreibt, sondern ihre innerliche Stärke und Leidenschaft, mit der sie sich für Menschen und Anliegen einzusetzen und kämpfen.

Wenn ich an eine Kriegerin denke, kommt mir sofort das Bild von einer Löwin vor Augen. Sollte auch nur jemand darüber nachdenken, eins ihrer Schützlinge etwas anzutun, würde sie diesen zerreißen bevor der erste Schritt getan wäre. Ich spüre diese Intensität in mir. Ich spüre diesen Ruf, für andere einzustehen und eine Stimme für die Stimmlosen zu sein. Ich habe es leid, immer wieder den Eindruck zu bekommen, dass ich mich als Frau doch zurückhalten sollte, weniger laut, weniger leidenschaftlich, weniger umständlich sein sollte.

Warum? Warum weniger, wenn uns Gott doch zu so viel mehr berufen hat? Ich glaube, dass es nicht nur mir so geht, sondern dass viele junge Mädchen und Frauen sich so oder ähnlich fühlen. Unsere ganze Kindheit wird uns vermittelt: Wir sind zu viel. Unsere Emotionen sind zu viel. Unser Gewicht ist zu viel. Unsere Wünsche, unsere Bedürfnisse unsere _________ sind zu viel. Es ist meine feste Überzeugung, dass alles, was wir in uns tragen von Gott in uns gelegt worden ist. Warum sollte Er uns jeweils so viele Gaben und Leidenschaften geben, nur damit wir sie ständig in Zaum halten müssen? Das ergibt keinen Sinn!

Gott hat uns niemals dazu berufen, stille Kirchenmäuschen zu sein. Im Gegenteil, Gott hat dich dazu berufen – so wie du bist – deine Gaben zu erkennen, zu entdecken und ausbauen! Eine besondere Gabe, die ich schon bei sehr vielen Frauen entdeckt habe, ist ihre Fähigkeit „fierce“ zu sein. Das lässt sich leider gar nicht so gut ins Deutsche übersetzten, aber bedeutet soviel wie kämpferisch, leidenschaftlich, heftig, wild. Das interessante ist, dass diese Eigenschaft bei jeder Frau anders aussieht. Die eine Frau beschützt und kämpft leidenschaftlich für ihre Familie, Ehe, oder Kinder. Die andere hat ein übernatürliches Empathie Vermögen und setzt sich mit ganzem Leib und voller Treue für ihre Freunde oder Bedürftige ein. Wieder eine andere nutzt ihre kämpferische Ader, sich für soziale Ungerechtigkeit einzusetzen.

freely-9669
Ben White on Freely

Diese Kraft, die Frauen aufbringen können, fasziniert mich! Leider wird sie aber viel zu oft unterschätzt oder gar nicht richtig ausgelebt. So oft haben wir das Gefühl, dass man als Frau doch hauptsächlich schön sein, brav sein, in einer Beziehung sein oder ähnliches sein müssen, um vollständig wirksam zu sein.

Ich glaube, dass selbst der Feind schon lange erkannt hat, dass Gott den Frauen eine besondere Stärke geschenkt hat. Dass, wenn sie für sein Reich eingesetzt wird, die Welt bewegen kann. Ich glaube dass, deshalb die Frau schon seit Anbeginn der Zeit bekämpft, verführt und in ihrer Identität verunsichert wird. Denn da wo viele Frauen zusammen kommen, die fest in ihrer Identität stehen, da wo sie ihre Kräfte bündeln können ohne, dass sie durch Zwietracht, Eifersucht oder Minderwertigkeitsgefühle ausgebremst zu werden, da ist es möglich Gottes krasse leidenschaftliche Liebe, hautnah und lebendig zu erfahren. Liebe, die sich nicht auf äußerliche Schönheit reduzieren lässt. Liebe die Welt veränden wird. Deshalb, weil ich glaube, dass dies ein mächtiges Potenzial hat, will ich dich heute ermutigen.

Kenne dich!

Du, die noch viel mehr zu bieten hat, als deine Schönheit. Du, die Treu deinen Liebsten zur Seite steht und sie mitträgst. Du, die sich mit ganzer Überzeugung für die Welt um sich herum einsetzt.

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich bin fertig.

Ich bin fertig damit, einfach zu akzeptieren, dass ich eine spezifische Rolle zu erfüllen habe. Ich bin fertig damit, mich an den Medien, Filmen, oder ähnlichem zu messen, um zu sehen, ob ich als Frau akzeptable bin. Ich fange an meine eigene Identität zu finden, zu erforschen, und vor allem, sie zu akzeptieren. Denn wenn ich meine Identität von meiner Schönheit oder dem was andere über mich sagen, abhängig mache, werde ich niemals einen sicheren Schritt nach vorne machen können. Meine Identität muss in mehr gegründet sein, denn nur dann werde ich wirksam.

Fühl dich gedrückt,

Carina

 

Blog, Identität

​Weißt du, wer du bist?

Du bist begabt! Von Gott geliebt! Einzigartig und Wunderbar!

Wie viele von euch haben gerade einer der folgenden Sätze gedacht:

1.) „Das stimmt doch gar nicht.“
2.) „Du kennst mich doch gar nicht, wie willst du das wissen.“
3.) „Ja, ja…“

Hat irgendjemand von euch, sich das zu Herzen genommen? Wann ja, bitte melde dich bei mir! Ich will wissen, wie das geht! Diese Botschaft muss ich mir selbst auch immer wieder sagen.

So oft hören wir sowas, oder sowas ähnliches und so oft rutscht diese Wahrheit einfach nicht in unsere Herzen. Warum eigentlich nicht? Es ist als, ob die Brücke zwischen Ohr und Herz zerbröckelt ist und alles voller Schutt liegt. Vielleicht will sich unser Herz schützen. Vielleicht ist es durch Dinge blockiert, die andere mal über uns ausgesprochen haben.
Ich glaube, jedes unserer Herzen hat leider schon die eine oder andere Verletzung hinter sich, was es dazu bringt diese Schutzhaltung anzunehmen. Vielleicht ist es etwas was eine wichtige Person in deinem Leben mal gesagt hat und jetzt wie ein Wurm in deinem Ohr ungefragt deine Schritte mitbestimmen will. Vielleicht ist es aber ein Kommentar von der „wohlwollenden“ Freundin, die die „Wahrheit“ mal eben, mit so wenig Feingefühl raushaut, wie ein Elefant im Porzellan laden. Manchmal, sind es sogar die eigenen Gedanken, die dich fertigmachen und dir sagen, dass du nicht genug bist. Nicht schön genug, nicht gut genug, nicht geduldig genug, nicht ________ genug. Such dir was aus.

Fakt. Du bist genug. Du bist jetzt mehr als genug.

Ich glaube wir müssen wieder zu diesem Punkt zurückkommen, dass wir hören was uns unsere wahren Freundinnen und Herzens-Leute uns sagen. Außerdem, müssen wir wieder dazu zurückkommen, dass wir einander darin unterstützen diese Wahrheiten über uns selbst zu hören. Wie geht das? Ich glaube, wir kommen zu diesem Punkt zurück, indem wir es einander SAGEN! Manchmal sind wir so damit beschäftigt selber gut auszusehen oder mit unseren eigenen Problemen klar zu kommen, dass wir ganz vergessen die Menschen, um uns herum zu sehen und sie, durch eine kleine Ermutigung, hoch zu ziehen.

Was auf diesem Bereich unseres Lebens einen großen Einfluss nimmt, nennt sich auf english Scarcity Mentality (grob: Knappheits-Mentalität). Steven Covey beschreibt es in etwa so: Das glauben, dass es nur ein Kuchen für alle gibt. Wenn jemand ein größeres Stück bekommt bedeutet das, dass alle andere Personen weniger bekommen. Diese Mentalität ist eine Lüge, denn es gibt zum Glück nicht nur ein Kuchen für alle!

Vor allem Gedanken wie „Ich bin nicht(…) genug.“ sind Gedanken, die aus dieser Mentalität herausfließen. Indem wir diesen Gedanken nachgehen und uns immer mit Menschen in unserem Umfeld vergleichen, nimmt diese Mentalität immer mehr Raum in unseren Systemen auf und vergiften regelrecht unser Denken über uns selbst. Wir können dadurch anderen schlecht den Erfolg gönnen, denn unsere Eifersucht steht uns da so im Weg, dass wir vergessen, dass wir genauso reich beschenkt worden sind. Umso mehr fällt es schwer, uns mit diesen Menschen aufrichtig sich zu freuen, wenn sie etwas richtig gut können oder schon was Tolles erreicht haben. Oftmals ist es leider auch bei mir so. Ich bin so damit beschäftigt zu schmollen über das, was ich nicht kann oder habe. Als Resultat, drehe ich mich so sehr um mich selbst und verliere den Blick für die Menschen um mich herum.

john-mark-smith-280303-unsplash
Photo by John-Mark Smith on Unsplash

Wie können wir dieses Denken in unserem Leben umdrehen? Wie können wir dieser Mentalität den Raum zurückklauen, den sie eingenommen hat? Kurz: Wir können großzügig sein!! Wir können mit unserer Zeit und mit unserer Liebe zueinander regelrecht verschwenderisch sein. Denn Gott hat uns in so einem überdimensionalen Ausmaß geliebt, dass es uns eigentlich leicht fallen müsste einander zu lieben. Die Frauen um uns herum machen jeden Tag etwas Besonderes! Manche erziehen ihre Kinder zu ihrem aller besten Wissen. Andere gehen täglich zur Arbeit und lassen dort vor Ort ihr Licht Leuchten, indem sie sich mit ihren Ideen und Visionen einbringen. Wieder andere sind noch in der Schule oder im Studium und lassen sich jeden Tag ausrüsten für weitere Aufgaben, die Gott für sie bereithält.

Wir haben so viele Möglichkeiten heute für eine Frau diese Stimme zu sein, die sagt:

Du bist genug!

Du bist, so wie du bist, wunderbar!

Du machst das, was du machst, super

Danke, dass du mir so eine gute Freundin bist!

 Gleichzeitig, hast du aber heute auch die Möglichkeit, diese Wahrheit für dich anzunehmen. Du hast heute die Möglichkeit, dass wenn jemand dir so etwas sagt, du es dankend annehmen kannst und nicht das Gefühl haben musst das Kompliment, um es auf dich passend zu machen, verringern zu müssen.

Bitte versteht mich nicht falsch, weder bin ich eine Verfechterin der hohlen Komplimente, noch befürchte ich Kritik. Allerdings ist es leider heutzutage so, dass uns schneller Kritik, ob an andere oder an uns selbst, über die Lippen schleicht als, dass wir die Worte finden für das, was richtig gut läuft.

Als geliebte Tochter Gottes, die zur Freiheit berufen wurde, glaube ich, dass es unsere Aufgabe ist, diese Freiheit und Liebe an unsere Schwestern weiter zu geben, die jeden (all)Tag mit Bravour meistern. Wir müssen uns nicht in der Vergleichsschleife aufhalten. Wir dürfen, ja müssen sogar, von uns selbst weggucken und stattdessen auf andere sehen.

Also, heute mal Augen weg von dir und hin zu den Menschen um dich herum. Gott hat dich unglaublich gut gemacht. Du trägst sein Ebenbild. Du bist wunderschön. So wie du bist, bist du genug. Also gehe hin und gib’s weiter!

Fühl dich gedrückt!

Carina

 

Blog

Meet and Greet

Hey Friend!

Es ist mir eine ehre dich hier auf meinem Blog begrüßen zu dürfen!

Das ist zwar schon länger in Planung, aber andererseits auch ziemlich neu für mich. Deshalb wollte ich mir einen Augenblick Zeit nehmen, in dem ich mich erstmal ein bisschen vorstelle.

Also, wie du auch in meinem kleinen „Über Mich“ Teil lesen kannst, heiße ich Carina. Aber noch zusätzlich: Ich bin seit 4 Jahren mit meinem Komplizen im Leben (JD) verheiratet. Ich habe einen Großteil meiner Jugend in USA verbracht. Deshalb nicht wundern, wenn in einigen Einträgen hin und wieder ein paar Anglizismen vorkommen.

IMG_2931

Ich bin eine überzeugte Christin, die der Meinung ist, dass Gott heute noch zu uns spricht. Vor ein paar Jahren, hatte ich das Gefühl, dass er mich zu einer anderen Arbeit beruft, also kündigte ich meinen Job im Krankenhaus und ging zurück in die Schule, um dann ein Theologie Studium zu beginnen. Dazu werde ich zu einem späteren Zeitpunkt bestimmt auch mal schreiben.

Seitdem ich in Deutschland wohne merke ich, dass Gott in mir ein Feuer für Deutschland und für Frauen entfacht. Als eine regelrechte Verzehrerin von unheimlich vielen amerikanischen Podcasts, in denen ich von anderen Frauen so viel lernen darf, merkte ich irgendwann, wie wenig ähnliches Angebot es in Deutschland gibt.

Nun, das hier ist kein Podcast. Aber es soll eine ähnliche Wirkung entfalten. Denn es soll eine Anlaufstelle für Frauen (und manchmal auch Männer) sein die einander Ermutigen und erbauen wollen. Es gibt so viele verschieden Lebens Situationen und Lebenslagen, und ich glaube wir brauchen immer wieder andere Frauen die uns ermutigen und stärken in unserem Frausein. Das ist meine Absicht mit diesem Blog, dich ganz persönlich zu stärken und ermutigen, die einzigartigen Gaben und Fähigkeiten zu entfalten, die Gott in dich hineingelegt hat. Du bist wunderbar und zu großen gerufen, in allen Lebenslagen!

Deswegen bin ich echt froh diese Reise mit dir teilen zu können und hoffe, dass du immer wieder mal vorbeischaust und dich stärken lässt!

Fühl dich gedrückt!

Carina

christin-hume-461354-unsplash
Photo by Christin Hume on Unsplash