Blog, Sexualität

Pornografie: Männersache, oder? Teil 2

Hey alle!!

Wow, es hat mich wirklich überwältigt, wie viele von euch den letzten Beitrag über den Kampf gegen Pornografie gelesen haben!! Vielen Dank, dass ihr euch die Zeit genommen habt, über so ein wichtiges Thema noch einmal nachzudenken. Für die, die ihn noch nicht gelesen haben, geht am besten erst nochmal zurück und lest ihn, bevor ihr diese Fortsetzung lest. Eigentlich wollte ich mit anderen Themen fortfahren, aber mir ist im Nachhinein aufgefallen, dass ich  vorausgesetzt habe, dass Pornografie schädlich ist, ohne zu erklären warum. Deshalb gibt es heute noch ein Teil 2, bevor es dann weiter geht. Hier eine kleine Vorwarnung, ich werde in diesem Rahmen wenig darüber schreiben, warum es biblisch gesehen schlecht ist denn, dass wissen die meisten christlich sozialisierten Leser schon. Heute wollte ich eher auf die wissenschaftlichen Studien eingehen die das biblische Argument untermauern.

Als ich etwas für diesen Artikel recherchiert habe, habe ich einen interessanten Ted-Talk  gefunden (siehe unten) aus dem ich einige nachfolgende Informationen gezogen habe. In diesem Talk wurde beschrieben, dass als in 2009 in USA eine Studie zu Folgen der Pornografie gemacht werden sollte, die ausführenden Wissenschaftler keine Kontroll-Gruppe aus Männern im Universitätsalter erstellen konnten, die noch keine Berührung mit Pornografie hatten. KEINE! Alle Männer in diesem Alter hatten zu dem einen oder anderen Zeitpunkt ihres Lebens bereits Kontakt mit Pornografie gehabt.

Das Problem damit, wenn alle etwas tun ist, dass dies als etwas normales empfunden wird, denn man kann kein Unterschied zur wahren Realität begreifen. Gary Wilson* sagt: „Wenn du Männer fragen würdest, ob ihr Pornokonsum einen Einfluss auf ihre Beziehung zu den Frauen in ihrem Umfeld hat, ist es ungefähr so, als würdest du ein Fisch fragen, was seine Gedanken über Wasser sind.“ Sie können gar nicht beschreiben, was sie nicht erfassen können. Obwohl dieses Zitat auf Männer gerichtet ist, glaube ich, dass es durch die steigende Anzahl der weiblichen Konsumenten, auch Frauen, in ihren Umgang mit Männern, betrifft.

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Photo by Marius Masalar on Unsplash

Wenn man davon ausgeht, dass die meisten Jungs im Alter von 9 bis 11 Jahren und die meisten Mädels von 10 bis 12 Jahren zum ersten Mal mit Pornografie in Berührung kommen, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass jeder im Laufe seines Lebens damit in Berührung kommt oder schon gekommen ist. (In was für eine Form auch immer – digital, erotische Literatur, etc.) Warum ist Pornografie aber schlecht? Was für Folgen hat es auf unser Gehirn? Auf unsere Beziehungen? Darum soll es heute gehen.

Pornografie macht Süchtig. Aber warum?

Unser Gehirn hat ein Belohnungszentrum. Die Hauptspieler dessen sind Dopamin und Endorphine. Wenn wir Pornografie anschauen wird Dopamin ausgeschüttet. Dopamin ist ein aufputschender Stoff, der eine ähnliche Wirkung im Gehirn aufweist, wie Kokain. Mit dem Ausschütten von Dopamin wird ein anderer Stoff, nämlich DeltaFosB ausgeschüttet, welches den Hunger nach Dopamin immer mehr erhöht. (So etwa nach dem Prinzip, hol es dir, solange du noch kannst.)

Normalerweise wird dieser Hunger, durch das Ausschütten von Endorphinen, nach einem durch Sex ausgelösten, Orgasmus gelöscht. Ein Orgasmus jedoch, der durch Pornokonsum hervorgerufen wird, schüttet allerdings nicht die befriedigenden Endorphine aus und erlöscht somit nicht den Hunger. Somit befindet sich das Gehirn in einer Endlos-Schleife der Dopamin Sucht.

Was ich an dieser Stelle interessant finde ist, dass diese Schleife nicht unbedingt, wie vielleicht vermutet, zu MEHR Pornokonsum führen muss, sondern zu härteren und immer neueren (spezifischeren) Stoff. Dieses Verhalten hat, bei extremen Suchtverhalten, oft spezifische Fetische als Resultat.

Was Macht Sucht mit dem Gehirn?

Sucht, im Allgemeinen, verändert das Gehirn. Durch die vermehrte Abhängigkeit wird das Gehirn physiologisch umgebaut. Es kommt zu einem betäubten Befriedigungs-Empfinden, einer Hypersensibilität zur Pornografie, einer verminderten Fähigkeit des Gehirns, Signale auszusenden. Außerdem, auch irgendwie selbst-erklärend und dennoch wichtig zu erwähnen: Porno-Sucht führt zu einer verminderten Willenskraft. Das heißt, dass es dem Konsumenten auch immer schwerer fällt gegen sie anzukämpfen. Die Erregungspfade werden im Gehirn zu immer tiefer werdenden Kerben, weniger genutzte Pfade schwinden. Nach einiger Zeit, wird es immer schwieriger, auf einer „normalen“ Art und Weiser erregt  und befriedigt zu werden.

Pornos ≠ Sex

Es ist ein großer Fehler zu denken, dass Pornografie gleich Sex ist. Beide haben komplett andere Eigenschaften. Bei Sex geht es um Nähe, emotionale Verbundenheit, das berühren und das berührt werden, Interaktion und Intimität. Bei digitalem Pornokonsum gibt es keine Interaktion. Meistens spielt sich der Konsum alleine ab. Er zeichnet sich durch das Hetzen von einem Reiz zum nächsten aus. Es geht darum zu suchen, zu finden, vorzuspulen und zu klicken.

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Photo by Becca Tapert on Unsplash

Es ist wichtig, diesen Unterschied zu sehen. Denn oftmals sind es die Partner der Betroffenen die, die sich fragen, wo und ob sie nicht genug waren oder sind. Wenn wir aber auf diesen Unterschied schauen merken wir, dass es dem Pornoviewer gar nicht um dass Kompensieren des Partners geht, sondern vielmehr um sein eigenes Verlangen nach Befriedigung.

Pornografische Inhalte verzerren die wahre Intimität. Es wird ein Bild gemalt von einem Partner, der/die all meine Wünsche erfüllt. Dabei geht es im biblischen Bild der Liebe und Sexualität darum einander in Liebe zu dienen und nicht einzig allein darum, dass meine Bedürfnisse gestillt werden!

Wow, klingt alles erstmal ziemlich hart und aussichtslos. Kann das wohl ein gutes Ende haben? Ich glaube, dass es das kann!!! Denn derselbe Gott, der uns unsere Sexualität geschenkt hat, besitzt die Macht und uns dazu zu befähigen, mit ihr gut umzugehen. Ich glaube, dass dieser Kampf nur mit seiner Hilfe und in Gemeinschaft mit guten, vertrauenswürdigen Freunden gewonnen werden kann. Deshalb finde ich es so wichtig, dass man darüber reden kann!

Im ersten Artikel habe ich beschrieben, wie gerade am Anfang unserer Beziehung, mein Mann und ich beide damit kämpften. Mal ist man besser damit umgegangen und mal schlechter. Aber über die Jahre haben wir echt gemerkt, dass wir durch viel Gebet und viel Arbeit an einer wirklich ehrlichen und offenen Beziehung, heil werden durften. Wie gesagt, Versuchungen und manchmal auch Niederlagen sind immer noch da, aber es ist die Ehrlichkeit, die wir miteinander haben dürfen, die es einfacher macht, diese Versuchungen nicht zu einer Gewohnheit zu machen.

Sex ist etwas schönes! Pornografie nicht! Es ist wichtig, dass wir diesen Unterschied machen, denn da wo Sex im dunklen Schatten der vermeintlichen Sünde und der Unwissenheit umhüllt wird, da gibt es keine Freiheit, Probleme in diesem Bereich anzugehen. Ich bin der Meinung, dass dieser Bereich schon viel zu lange entweder verschwiegen wurde oder durch Verbote erdrückt wurde. Deshalb war es mir wichtig mit diesem Artikel kein weiteres Verbot auszusprechen, sondern dir Mut zu machen!

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Photo by Aditya Saxena on Unsplash

Gott meint es gut mit dir. Gott meint es gut mit deiner Sexualität. Schließlich hat Er sie erschaffen und Dir geschenkt! Er schuf die Ehe als einen sicheren Rahmen für unsere Sexualität, wo wir absolute Freiheit haben, sie miteinander und auf gleicher Augenhöhe auszuleben. Sex in diesem Rahmen dient der Verbindung zweier Menschen, näher als alle anderen Beziehungen um sie herum. Sex im Rahmen der Ehe bietet die Freiheit, physisch sowie emotional nackt vor einander sein zu können, wie auch wir – seelisch gesprochen –  nackt vor Gott sein dürfen, ohne Angst vor Verurteilung oder Scham haben zu müssen.

Nun fragen mich meine Single-Leser, wie sie denn damit umgehen sollen, wenn sie doch kein Rahmen haben, indem sie ihre Sexualität auszuleben können. Der Witz ist ja, dass es durch eine Partnerschaft nicht unbedingt einfacher wird der Pornografie oder Selbstbefriedigung zu widerstehen. Wenn das so wäre, dann würden nicht so viele verheiratete Männer und Frauen damit kämpfen.

Aber zu meinen Single-Lesern will ich sagen: Ja, es ist ein Kampf. Einer, der definitiv nicht immer einfach ist. Aber Ich glaube, wie in allem, müssen wir Leute haben, die uns beistehen und mit denen wir ehrlich darüber reden können. Wo man hingehen kann, wenn man struggelt und vor denen man ehrlich sein kann. Ich habe selbst meine Freundinnen, mit denen ich inzwischen auf diesem Gebiet auch immer freier reden kann. Vor ihnen kann ich mich verantworten, sie können mich ermutigen, mich stärken und für mich beten. Und ich, wiederum kann dasselbe auch für sie tun.

Wie ich praktisch gegen diese Versuchung ankämpfe, werde ich in einem anderen Blog-Post berichten.

Aber für heute heißt das Fazit: Es ist ein Kampf. Aber es ist ein Kampf, für den es sich lohnt zu kämpfen!! Zum Glück, musst du es aber nicht alleine machen, sondern Gott hat dir  viele tolle Leute ins Leben gestellt, mit denen du reden kannst, die bereit sind mit und für dich zu Kämpfen. Versucht werden wir immer wieder, das bedeutet aber nicht, dass wir nachgeben müssen und wieder auf die Suchtschleife reinfallen müssen.

Gott hat uns zur Freiheit berufen und Er ist es, der uns frei von Sünde macht!! „Ihr jedoch steht nicht mehr unter der Herrschaft eurer eigenen Natur, sondern unter der Herrschaft des Geistes, da ja, wie ich voraussetzte, Gottes Geist in euch wohnt.“ Römer 8, 9

Fühle dich gedrückt,

Carina

Blog, Sexualität

Pornografie: Männersache, oder? Teil 1

Pornografie

Hey Ladies! (Und weil dieser Artikel einen unerwarteten Zuwachs an männlichen Lesern hat…) Hey Gentlemen!

Eine neue Woche, ein neuer Beitrag. In letzten Wochen habe ich über Identität, Fierceness, und was du tun kannst, um deine Sorgen überwinden, geschrieben. In den nächsten Wochen will ich ein bisschen spezifischer werden. Es kommt eine Themen-Reihe auf euch zu! Eine Reihe mit Themen die mich immer wieder selbst bewegen und beschäftigen!

Vorwarnung: Es wird hier ziemlich an die Substanz gehen, aber ich denke die eine oder andere von euch wird sich in einem, ein paar, oder in allen Artikeln wieder finden. Damit ich ein bisschen tiefer in die Materie einsteigen kann, muss ich auch genauer werden und nicht so an der Oberfläche kratzen. Das bedeutet, dass du dich manchmal nicht in allem wieder finden wirst. Aber meine Hoffnung ist es, das Gespräch anzufangen. Vielleicht hast du eine Freundin oder Bekannte, die mit diesen Sachen kämpft. Ich bin überzeugt, dass wir anfangen müssen, authentischer miteinander zu sein, um festzustellen, dass wir doch nicht so alleine in unseren Problemen sind, wie wir denken.

Dieser Artikel war extreme schwer für mich zu schreiben, denn es geht um ein sehr Tabuisiertes Thema (vor allem in Gemeinden). Aber seitdem Gott es mir aufs Herz gelegt hat, habe ich festgestellt, wie wenig ich selbst schon mal mit meinen Freundinnen über Pornografie geredet habe.

Aber Pornografie ist doch ein Thema für Männer. Nicht wahr? Falsch! Ist dir eigentlich schon mal aufgefallen, wie es – in Gemeinden – immer häufiger normal ist, dass Männer (Ehemänner, Pastoren, Jugendliche etc.) mit Pornografie kämpfen? Zum Glück! Zum Glück ist dieses Thema tatsächlich in letzten Jahren immer mehr ans Licht gerückt. Es werden Hilfestellungen, Seminare und Seelsorge angeboten, diese schädliche Versuchung zu bekämpfen. Aber was immer noch in den dunklen, eher versteckten Ecken der Gemeinden lungert ist, dass auch Frauen mit Pornografie kämpfen. Laut einer Statistik von Pornhub im Jahr 2017 war jeder 5. Besucher auf der Seite eine Frau. Eine andere Umfrage ergab sogar, dass 30% aller Konsumenten Frauen waren. Ich wage es mal zu sagen, dass ich bezweifele, dass darunter keine Christinnen sind.

Dieses Thema ist mit viel Scham behaftet. Wir denken oft ein Porno-Problem ist zu groß, zu eklig, zu unakzeptable und vor allem zu privat und persönlich um darüber zu reden. Weil Ich es extrem wichtig finde dieses Thema nicht unter den Teppich zu kehren, ist es mein Ziel mit diesem Artikel den Dialog zu eröffnen. Warum reden wir in Gemeinden oft so einseitig über „das Bedürfnis“ des Mannes geredet? Warum haben wir nicht Abende für Frauen wo wir uns über unsere Kämpfe in unserer Sexualität austauschen können? Warum sind wir nicht offener im Gespräch mit unseren Teenie-Mädels, gerade wenn – durch die Ära des Smartphones – sie (bzw. wir) auch immer schnelleren und einfacheren Zugang dazu haben?

Als ich zwölf Jahre alt war, bekamen wir von der Schule aus einen Laptop geliehen. Zu diesem Zeitpunkt waren noch keine Sicherheitsbeschränkungen eingeschaltet. Als neugierige und pubertäre Teenagerin, mit einem Faible für Schnulzen, googelte ich erstmal nur das Wort „Kuss“. Eins führte zum anderen und plötzlich war ich mich ca. 13 Jahren in Pornos gefangen. Ich fühlte mich eklig, schuldig und vor allem allein, denn schließlich war dies ja ein Jungs-Problem.

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Photo by Ben Blennerhassett on Unsplash

Auf jeder Teenie Freizeit, auf die ich fuhr, „bekehrte“ ich mich wieder neu, unsicher, ob Gott mir diese Schuld vergeben konnte.Zum Glück wurde meine Schule im nächsten Jahr ein bisschen vorsichtiger und baute Sicherungen in die Laptops ein, was mir erstmal den Zugang erschwerte. So konnte ich zumindest etwas Abstand gewinnen, aber es war immer wieder etwas, womit kämpfte. Ich dachte, irgendwas stimmt mit mir nicht. Ich fühlte mich, als wäre ich, die Einzige in der Welt, die mit diesem Problem kämpfte.

Als ich mit zwanzig meinen jetzigen Mann kennenlernte, kamen wir sehr schnell darauf, dass wir beide mit Pornografie kämpften. Wir merkten, wie wenig dieses Thema in unserer Jugend behandelt worden wurde. Oftmals wurde es, aus Angst vor Peinlichkeit, schnell vom Tisch gekehrt. Ein guter Christ hat so etwas nicht anzuschauen. Aber was ist denn, wenn es schon zu spät ist? Wie geht man damit um? Wie kann, man Mitstreiter finden, wenn nicht darüber geredet wird?

Ich glaube, das ist die Nr. 1 Falle des Feindes. Er will, dass du dich in deiner sexuellen Sünde alleine fühlst. Es geht nur dir so. Warum bekommst du diesen Teil deines Lebens nicht in Griff? Er beschämt und verurteilt uns so sehr, damit wir darauf reinfallen, dass wenn wir sowas mit unseren Schwestern teilen, dass sie uns genau so behandeln werden, wie er es tut. Wir haben Angst uns blamieren und unser Gesicht zu verlieren. Wir fallen genau auf sein Spiel herein. Denn Sünde ist eine Schattenpflanze. Sie gedeiht am besten in dunklen Ecken, wo kein direktes Sonnenlicht hinkommt.

Dabei ist genau das Licht und Luft, im übertragenen Sinne, was uns in diesem Bereich am besten hilft. Wir brauchen die Gemeinschaften unserer Freundinnen, die uns im Gebet die Arme aufhalten, wenn wir mal nicht die Kraft dazu haben, diese Sünde zu bekämpfen. Es ist ein geistlicher Kampf, den es zu bekämpfen gilt! Denn, wenn wir die Sünde in unserem Leben versteckt halten, ist es einfacherer immer wieder rein zu rutschen. Es geht nicht darum, dich mit Scham und Schuld zuzuschütten. Sondern es geht darum diese Lebensbereiche mit vertrauten und liebevollen Händen anzugehen und die Wurzel zu entfernen! Dafür müssen wir uns vor einander verletzlich machen! Jordan Lee Dooley sagt:

„Freiheit ist darin gefunden verletzlich zu sein und verletzlich zu sein ist nur möglich durch die Freiheit die Christus uns gibt.“

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Photo by Rosie Fraser on Unsplash

Christus hat uns frei gemacht. Wir sind frei, ehrlich voreinander zu sein. Wir sind frei, selbst die unangenehmen Thematiken anzusprechen. Denn: „Wo die Liebe regiert, hat die Angst keinen Platz; Gottes vollkommene Liebe vertreibt jede Angst.“ (1. Joh. 4,18)
Schwester, lass unser Leben ein Ort sein, in dem Gottes Liebe so sehr regiert, dass wir ehrlich miteinander sein können, dass wir uns angenommen wissen können. Lass unsere Freundschaften der Ort sein, an dem wir für einander im Gebet eintreten können, damit wir heil werden können. Lass uns mutig sein und Licht an diese dunklen Winkel unserer Lebens lassen. Denn da wo Licht an unsere Sünde kommt, verliert sie ihre Macht.

Das heißt nicht, dass das Problem mit der Pornografie nach ein oder zweimal beten, fertig bekämpft ist. Manchmal kämpfe ich heute noch damit. Aber da, wo wir immer wieder ehrlich zu und miteinander sein können, haben wir schon mehr als die Hälfte des Kampfes gewonnen!

Du bist niemals zu gefallen, zu dreckig, zu…. um vor Jesus zu treten. Denn Er hat dich reingewaschen! Du bist nicht alleine! „Und doch: In all dem tragen wir einen überwältigenden Sieg davon durch den, der uns so sehr geliebt hat.“ (Rom8,37)

Fühl dich gedrückt!

Carina

Blog, Sorgen/Angst

Augen auf, um Sorgen zu übersehen.

Hallo Ladies,

Erstmal will ich euch ein RIESEN Dankeschön aussprechen!! Vielen Dank, dass so viele von euch die Zeit nehmen meine Posts zu lesen und dann auch noch vielen Dank für die vielen liebevollen und ermutigenden Worte die ich in letzten Wochen von euch bekommen habe!! Es hat mich regelrecht überwältigt!! Ich kann es einfach nicht glauben und bin Gott einfach so dankbar, dass er mir diese Möglichkeit gegeben hat. Hammer, so macht das Schreiben echt Spaß!! Wenn euch etwas besonders anspricht oder ihr zu einem Thema mehr hören wollt, dann fühlt euch frei, mir unten im Kommentar-Teil das wissen zu lassen!

In der letzten Woche hat es mich sehr beschäftigt, wie sehr uns unsere Gedanken beeinflussen. Das klingt erstmal selbstverständlich. Aber wenn wir mal unsere, also deine und meine Gedanken genauer betrachten, können wir nur schwer erkennen, was die Lügen sind, die wir uns immer wieder selbst sagen. Was ist die Lüge die du dir immer wieder selbst sagst? Was ist der eine Gedanke, der dein Handeln lenkt? Ich weiß es nicht was dieser Gedanke für dich ist. Aber als ich über dieses Thema letzte Woche nachdachte, musste ich beschämt zugeben, dass Ich mich immer wieder bei dem Gedanken ertappe, dass Gott sich nicht für mich sorgen wird, dass er mich vergisst und, dass es besser ist, erstmal selbst für mich zu sorgen.

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Photo by Anh Nguyn via Unsplash

Dieses Denken schleicht sich in ganz viele meiner Lebensbereiche. Als ich mein Studium begann befürchtete ich, dass es vielleicht niemanden geben würde, mit dem ich mich verstehen würde. Wenn es mal finanziell eng wird, würde Er uns mit Geld versorgen? Für den Blog, wird Er mir immer wieder neuen Stoff geben, worüber ich schreiben kann? So und so ähnliche Gedanken treiben mich durch den Alltag. Sie treiben mich von einem Termin zum anderen damit ich gut vernetzt bin. Sie machen mir Sorgen. Sie stressen mich.

Komisch, oder? Eigentlich hat Gott mir doch schon so oft gezeigt, dass er mich versorgen wird. Aber genau dann, in den kritischen Momenten wo es drauf ankommt, zu vertrauen, fliegen mir diese Gedanken aus dem Gedächtnis wie eine Katze aus dem Wasser. In dem Moment wo ich auf mein Konto schaue und sehe, dass es diesen Monat knapp werden könnte, vergesse ich, dass ich gerade in diesen Zeiten häufiger Geld auf dem Bürgersteig gefunden habe – manchmal sogar auf dem Weg zum Einkaufen! Wieder in einem anderen Moment, wo ich mir Sorgen mache, dass ich im neuen Studium keine Freunde finden werde, entfällt mir der Gedanken, dass ich so reich beschenkt bin, mein Studium in der Stadt zu beginnen, wo ich schon seit Jahren lebe und schon einen tollen Freundeskreis aufbauen durfte. Komisch.

Aber ich glaube, als Menschen sind wir von Natur aus so. Wir gucken auf unser/e Handy/Uhr. Legen Sie weg und gucken nach 20 Sekunden nochmal drauf, weil wir vergessen was drauf gestanden hat. Wir sind vergesslich. Und leider, wenn es um Gottes Zuspruch geht, sind wir noch vergesslicher.

Heute Morgen habe ich mal wieder Bibel gelesen und da ist mir in Markus 6 aufgefallen, als Jesus seine Jünger ausrüstete, dass Er sie  bevollmächtigte und sandte sie ohne Vorrat, Geld oder Ersatzkleidung aus. In Vers 13 steht dann: „Sie trieben viele Dämonen aus und salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie.“ (NGÜ) Dann, in Vers 30 kommen „Die Apostel wieder bei Jesus zusammen und berichteten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten.“ Das heißt, Gott hat ihnen nicht nur etwas aufgetragen, sondern es ist auch wirklich sehr viel passiert. Ich stelle mir das ein bisschen so vor, wie Teenies die vom Sommerlager Nachhause kommen und erstmal alles erzählen was sie auf ihrem geistlichen High erlebt haben, denn sie haben auch Gott und sein Wirken erlebt! Im Bibeltext geht es aber noch weiter, mit dem nächsten Wunder welches Jesus vollbringt: Die Speisung der 5000, in der Jesus mit, fünf Broten und zwei Fischen, 5000 Menschen versorgt! Dies sahen sie mit ihren eigenen Augen. Am selben Abend gingen dann die Jünger ins Boot und gerieten auf stürmischer See. Jesus sieht sie und läuft auf dem Wasser zu ihnen. Was tun die Jünger? Sie erschrecken sich!! Gerade haben sie allerlei Zeichen und Wunder erlebt, haben erlebt, wie Gott sie mit materiellen Dingen versorgt hat und jetzt haben sie Angst!

Ich kenne das so gut! Gerade dann, wenn ich eine besonders intensive Zeit mit Gott hatte, ihn gehört und erlebt habe, haut mich der Sturm meiner Sorgen um. Die Sache mit der Sorge ist aber so, nicht nur raubt sie uns Freude, sondern auch Kraft. Sie raubt uns die Kraft, Dinge zu tun, Schritte zu gehen, zu denen uns Jesus berufen hat. Die Sorge, dass Gott mich nicht mit neuen Themen versorgen wird, hemmt mich im Schreiben. Die Sorge, dass Gott vergisst, mich finanziell zu versorgen, hält mich davon ab, großzügig mit meinen Mitmenschen zu sein.

Ich denke, dass du das auch kennst. Aber was kannst du heute konkret tun, um dich in Zeiten des Sturms daran zu erinnern, was Er schon alles für dich getan hat, wo Er dich schon versorgt hat.

Augen auf!

Manchmal sind wir so mit unseren Sorgen oder Ängste oder Alltag beschäftigt, dass wir voll und ganz vergessen zu gucken! Gott ist immerdar, immer wirkend und immer wahr. Aber in der Bibel steht, dass er nicht im lauten Donner ist, sondern in einem leisen Säuseln. Wir müssen unsere Augen und Ohren spitzen und aufmerksam durchs Leben gehen.

Mach dir eine Notiz.

Cliché aber wahr: Wer schreibt der bleibt. Schreib dir auf, was sich getan hat. Ob es Antworten auf dein Gebet sind oder ob es einfach Sachen sind, für die du dankbar bist. Schreib sie dir als Notiz und kleb sie an den Spiegel, da wo du es immer wieder siehst. Oder, mach es so wie eine Freundin von mir, die ganze Bücher mit Gottes Erlebnissen füllt. Immer dann, wenn sie merkt, dass Gott etwas getan hat, schreibt sie es sich auf.

Traue dich was.

Nachdem du einiges an Erfahrung gesammelt hast und gemerkt hast, dass Er dich nicht fallen lässt. Vertraue Gott. Wage Schritte. Frag ihn, was er mit deinem Leben vorhat und geh!!

Denn das ist meine feste Überzeugung, Gott sagt zu jedem von uns: Tochter geh… ich werde dich versorgen. Ich werde dir Schritt für Schritt das nötige geben. Werden schwere Zeiten kommen? Absolut! Aber schaue auf mich und guck was ich machen werde!

Was hast du an Ideen oder Impulse wo Gott sagt: geh? Wo hast du dich noch nicht getraut Schritte zu gehen, weil du nicht glauben konntest, dass Er dir das Nötige geben wird? Wo hast du dich mit Sorgen und Trauer geplagt, weil du vergessen hast, was Gott dir Gutes versprochen hat? Er ist dir treu! Erlässt dich nicht im Stich. Er geht mit dir!

Traue dich heute! Geh Tochter, geh!

Fühle dich gedrückt!
Carina

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Photo by Ihor Malytskyi on Unsplash

 

 

Blog

Warum es mir nicht reicht zu wissen, wie schön ich bin.

Hey Ladies,

Wie es viele von euch bereits wissen, bin ich noch ziemlich neu in der Blogger Szene. Deshalb dachte ich, ist es angebracht euch mitzuteilen, warum ich so ein Herz dafür habe, Frauen in ihrer Identität stärken.

Über die letzten paar Jahre habe ich leider aus erster Hand erlebt, dass trotz aller Emanzipation und feministischer Bewegung, Frauen trotzdem wesentlich benachteiligt sind. Ich weiß dass, vor allem in eher evangelikalen Räumen, sich so manches zusammen zieht, wenn man die obengenannten zwei Wörter hört. Aber über die letzten Wochen, Monate und Jahre habe ich gemerkt, wie wichtig diese Aspekte für unsere Rolle als Frau sind.

Ich habe persönlich gemerkt, wie wichtig es ist, für Frauen einzustehen, die keine Stimme haben oder denen – in manchen Fällen auch – die Stimme genommen wurde. Feminismus geht für mich nicht darum Männer zu hassen oder gar darum, die Frau über den Mann zu stellen. Es geht mir darum Frauen stark zu machen und zu befähigen. Stärken, indem wer sie sind und wo sie stehen und zu befähigen so dass Frauen noch viel mehr erreichen, als die Gesellschaft es ihnen manchmal zutraut.

Ich weiß nicht, wer von euch ein so oder so ähnliches Szenario kennt:
Vor einiger Zeit habe ich zusammen mit einer Freundin entschieden ein Buch zu lesen. Nach einigen Vorschlägen entschieden wir uns für: Weißt du nicht, wie schön du bist? Von John und Stasi Eldredge. Ich hatte dieses Buch schon einmal mit ca. 17 oder 18 Jahren gelesen und fand es damals auch ziemlich gut. Zu dem damaligen Zeitpunkt hat es mir eine ganz andere, liebende und wertschätzende Seite von Gottes mütterliche Liebe gezeigt.

Dieses Mal – fast 10 Jahre später – merkte ich allerdings, dass mir einiges viel zu kurz kam. Männern wurden à la Der Ungezähmte Mann zugeschrieben, dass sie wild, abenteuerlustig und kriegerisch seien. Frauen auf der anderen Seite wurden hauptsächlich Schönheit und der Wunsch umworben zu sein zugeordnet.

Diese Eigenschaften mögen stimmen, doch dabei fallen mir viele andere Eigenschaften der Frau zu kurz!! Ja, ich mache mich gerne schön und Ja natürlich ist es sehr schön umworben zu sein. Aber das ist definitiv nicht mein primärer Lebensinhalt. Ich liebe es auch wild und abenteuerlustig zu sein. Ich liebe es unerforschte Wege einzuschlagen und mich etwas zu trauen, was mir Angst macht! Und um ganz ehrlich zu sein, finde ich es nicht gut, wenn wir als Frauen darauf reduziert werden, wie wir aussehen oder was jemand anderes für uns empfindet!

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Photo by Timothy Eberly on Unsplash

Ich merke, wie über die Jahre mich das Bild der Kriegerin viel mehr beflügelt und inspiriert, als das der Prinzessin. Wenn ich die Frauen um mich herum sehe, die mich anspornen und inspirieren, ist es nicht, deren äußerliche Schönheit die mich antreibt, sondern ihre innerliche Stärke und Leidenschaft, mit der sie sich für Menschen und Anliegen einzusetzen und kämpfen.

Wenn ich an eine Kriegerin denke, kommt mir sofort das Bild von einer Löwin vor Augen. Sollte auch nur jemand darüber nachdenken, eins ihrer Schützlinge etwas anzutun, würde sie diesen zerreißen bevor der erste Schritt getan wäre. Ich spüre diese Intensität in mir. Ich spüre diesen Ruf, für andere einzustehen und eine Stimme für die Stimmlosen zu sein. Ich habe es leid, immer wieder den Eindruck zu bekommen, dass ich mich als Frau doch zurückhalten sollte, weniger laut, weniger leidenschaftlich, weniger umständlich sein sollte.

Warum? Warum weniger, wenn uns Gott doch zu so viel mehr berufen hat? Ich glaube, dass es nicht nur mir so geht, sondern dass viele junge Mädchen und Frauen sich so oder ähnlich fühlen. Unsere ganze Kindheit wird uns vermittelt: Wir sind zu viel. Unsere Emotionen sind zu viel. Unser Gewicht ist zu viel. Unsere Wünsche, unsere Bedürfnisse unsere _________ sind zu viel. Es ist meine feste Überzeugung, dass alles, was wir in uns tragen von Gott in uns gelegt worden ist. Warum sollte Er uns jeweils so viele Gaben und Leidenschaften geben, nur damit wir sie ständig in Zaum halten müssen? Das ergibt keinen Sinn!

Gott hat uns niemals dazu berufen, stille Kirchenmäuschen zu sein. Im Gegenteil, Gott hat dich dazu berufen – so wie du bist – deine Gaben zu erkennen, zu entdecken und ausbauen! Eine besondere Gabe, die ich schon bei sehr vielen Frauen entdeckt habe, ist ihre Fähigkeit „fierce“ zu sein. Das lässt sich leider gar nicht so gut ins Deutsche übersetzten, aber bedeutet soviel wie kämpferisch, leidenschaftlich, heftig, wild. Das interessante ist, dass diese Eigenschaft bei jeder Frau anders aussieht. Die eine Frau beschützt und kämpft leidenschaftlich für ihre Familie, Ehe, oder Kinder. Die andere hat ein übernatürliches Empathie Vermögen und setzt sich mit ganzem Leib und voller Treue für ihre Freunde oder Bedürftige ein. Wieder eine andere nutzt ihre kämpferische Ader, sich für soziale Ungerechtigkeit einzusetzen.

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Ben White on Freely

Diese Kraft, die Frauen aufbringen können, fasziniert mich! Leider wird sie aber viel zu oft unterschätzt oder gar nicht richtig ausgelebt. So oft haben wir das Gefühl, dass man als Frau doch hauptsächlich schön sein, brav sein, in einer Beziehung sein oder ähnliches sein müssen, um vollständig wirksam zu sein.

Ich glaube, dass selbst der Feind schon lange erkannt hat, dass Gott den Frauen eine besondere Stärke geschenkt hat. Dass, wenn sie für sein Reich eingesetzt wird, die Welt bewegen kann. Ich glaube dass, deshalb die Frau schon seit Anbeginn der Zeit bekämpft, verführt und in ihrer Identität verunsichert wird. Denn da wo viele Frauen zusammen kommen, die fest in ihrer Identität stehen, da wo sie ihre Kräfte bündeln können ohne, dass sie durch Zwietracht, Eifersucht oder Minderwertigkeitsgefühle ausgebremst zu werden, da ist es möglich Gottes krasse leidenschaftliche Liebe, hautnah und lebendig zu erfahren. Liebe, die sich nicht auf äußerliche Schönheit reduzieren lässt. Liebe die Welt veränden wird. Deshalb, weil ich glaube, dass dies ein mächtiges Potenzial hat, will ich dich heute ermutigen.

Kenne dich!

Du, die noch viel mehr zu bieten hat, als deine Schönheit. Du, die Treu deinen Liebsten zur Seite steht und sie mitträgst. Du, die sich mit ganzer Überzeugung für die Welt um sich herum einsetzt.

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich bin fertig.

Ich bin fertig damit, einfach zu akzeptieren, dass ich eine spezifische Rolle zu erfüllen habe. Ich bin fertig damit, mich an den Medien, Filmen, oder ähnlichem zu messen, um zu sehen, ob ich als Frau akzeptable bin. Ich fange an meine eigene Identität zu finden, zu erforschen, und vor allem, sie zu akzeptieren. Denn wenn ich meine Identität von meiner Schönheit oder dem was andere über mich sagen, abhängig mache, werde ich niemals einen sicheren Schritt nach vorne machen können. Meine Identität muss in mehr gegründet sein, denn nur dann werde ich wirksam.

Fühl dich gedrückt,

Carina

 

Blog, Identität

​Weißt du, wer du bist?

Du bist begabt! Von Gott geliebt! Einzigartig und Wunderbar!

Wie viele von euch haben gerade einer der folgenden Sätze gedacht:

1.) „Das stimmt doch gar nicht.“
2.) „Du kennst mich doch gar nicht, wie willst du das wissen.“
3.) „Ja, ja…“

Hat irgendjemand von euch, sich das zu Herzen genommen? Wann ja, bitte melde dich bei mir! Ich will wissen, wie das geht! Diese Botschaft muss ich mir selbst auch immer wieder sagen.

So oft hören wir sowas, oder sowas ähnliches und so oft rutscht diese Wahrheit einfach nicht in unsere Herzen. Warum eigentlich nicht? Es ist als, ob die Brücke zwischen Ohr und Herz zerbröckelt ist und alles voller Schutt liegt. Vielleicht will sich unser Herz schützen. Vielleicht ist es durch Dinge blockiert, die andere mal über uns ausgesprochen haben.
Ich glaube, jedes unserer Herzen hat leider schon die eine oder andere Verletzung hinter sich, was es dazu bringt diese Schutzhaltung anzunehmen. Vielleicht ist es etwas was eine wichtige Person in deinem Leben mal gesagt hat und jetzt wie ein Wurm in deinem Ohr ungefragt deine Schritte mitbestimmen will. Vielleicht ist es aber ein Kommentar von der „wohlwollenden“ Freundin, die die „Wahrheit“ mal eben, mit so wenig Feingefühl raushaut, wie ein Elefant im Porzellan laden. Manchmal, sind es sogar die eigenen Gedanken, die dich fertigmachen und dir sagen, dass du nicht genug bist. Nicht schön genug, nicht gut genug, nicht geduldig genug, nicht ________ genug. Such dir was aus.

Fakt. Du bist genug. Du bist jetzt mehr als genug.

Ich glaube wir müssen wieder zu diesem Punkt zurückkommen, dass wir hören was uns unsere wahren Freundinnen und Herzens-Leute uns sagen. Außerdem, müssen wir wieder dazu zurückkommen, dass wir einander darin unterstützen diese Wahrheiten über uns selbst zu hören. Wie geht das? Ich glaube, wir kommen zu diesem Punkt zurück, indem wir es einander SAGEN! Manchmal sind wir so damit beschäftigt selber gut auszusehen oder mit unseren eigenen Problemen klar zu kommen, dass wir ganz vergessen die Menschen, um uns herum zu sehen und sie, durch eine kleine Ermutigung, hoch zu ziehen.

Was auf diesem Bereich unseres Lebens einen großen Einfluss nimmt, nennt sich auf english Scarcity Mentality (grob: Knappheits-Mentalität). Steven Covey beschreibt es in etwa so: Das glauben, dass es nur ein Kuchen für alle gibt. Wenn jemand ein größeres Stück bekommt bedeutet das, dass alle andere Personen weniger bekommen. Diese Mentalität ist eine Lüge, denn es gibt zum Glück nicht nur ein Kuchen für alle!

Vor allem Gedanken wie „Ich bin nicht(…) genug.“ sind Gedanken, die aus dieser Mentalität herausfließen. Indem wir diesen Gedanken nachgehen und uns immer mit Menschen in unserem Umfeld vergleichen, nimmt diese Mentalität immer mehr Raum in unseren Systemen auf und vergiften regelrecht unser Denken über uns selbst. Wir können dadurch anderen schlecht den Erfolg gönnen, denn unsere Eifersucht steht uns da so im Weg, dass wir vergessen, dass wir genauso reich beschenkt worden sind. Umso mehr fällt es schwer, uns mit diesen Menschen aufrichtig sich zu freuen, wenn sie etwas richtig gut können oder schon was Tolles erreicht haben. Oftmals ist es leider auch bei mir so. Ich bin so damit beschäftigt zu schmollen über das, was ich nicht kann oder habe. Als Resultat, drehe ich mich so sehr um mich selbst und verliere den Blick für die Menschen um mich herum.

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Photo by John-Mark Smith on Unsplash

Wie können wir dieses Denken in unserem Leben umdrehen? Wie können wir dieser Mentalität den Raum zurückklauen, den sie eingenommen hat? Kurz: Wir können großzügig sein!! Wir können mit unserer Zeit und mit unserer Liebe zueinander regelrecht verschwenderisch sein. Denn Gott hat uns in so einem überdimensionalen Ausmaß geliebt, dass es uns eigentlich leicht fallen müsste einander zu lieben. Die Frauen um uns herum machen jeden Tag etwas Besonderes! Manche erziehen ihre Kinder zu ihrem aller besten Wissen. Andere gehen täglich zur Arbeit und lassen dort vor Ort ihr Licht Leuchten, indem sie sich mit ihren Ideen und Visionen einbringen. Wieder andere sind noch in der Schule oder im Studium und lassen sich jeden Tag ausrüsten für weitere Aufgaben, die Gott für sie bereithält.

Wir haben so viele Möglichkeiten heute für eine Frau diese Stimme zu sein, die sagt:

Du bist genug!

Du bist, so wie du bist, wunderbar!

Du machst das, was du machst, super

Danke, dass du mir so eine gute Freundin bist!

 Gleichzeitig, hast du aber heute auch die Möglichkeit, diese Wahrheit für dich anzunehmen. Du hast heute die Möglichkeit, dass wenn jemand dir so etwas sagt, du es dankend annehmen kannst und nicht das Gefühl haben musst das Kompliment, um es auf dich passend zu machen, verringern zu müssen.

Bitte versteht mich nicht falsch, weder bin ich eine Verfechterin der hohlen Komplimente, noch befürchte ich Kritik. Allerdings ist es leider heutzutage so, dass uns schneller Kritik, ob an andere oder an uns selbst, über die Lippen schleicht als, dass wir die Worte finden für das, was richtig gut läuft.

Als geliebte Tochter Gottes, die zur Freiheit berufen wurde, glaube ich, dass es unsere Aufgabe ist, diese Freiheit und Liebe an unsere Schwestern weiter zu geben, die jeden (all)Tag mit Bravour meistern. Wir müssen uns nicht in der Vergleichsschleife aufhalten. Wir dürfen, ja müssen sogar, von uns selbst weggucken und stattdessen auf andere sehen.

Also, heute mal Augen weg von dir und hin zu den Menschen um dich herum. Gott hat dich unglaublich gut gemacht. Du trägst sein Ebenbild. Du bist wunderschön. So wie du bist, bist du genug. Also gehe hin und gib’s weiter!

Fühl dich gedrückt!

Carina

 

Blog

Meet and Greet

Hey Friend!

Es ist mir eine ehre dich hier auf meinem Blog begrüßen zu dürfen!

Das ist zwar schon länger in Planung, aber andererseits auch ziemlich neu für mich. Deshalb wollte ich mir einen Augenblick Zeit nehmen, in dem ich mich erstmal ein bisschen vorstelle.

Also, wie du auch in meinem kleinen „Über Mich“ Teil lesen kannst, heiße ich Carina. Aber noch zusätzlich: Ich bin seit 4 Jahren mit meinem Komplizen im Leben (JD) verheiratet. Ich habe einen Großteil meiner Jugend in USA verbracht. Deshalb nicht wundern, wenn in einigen Einträgen hin und wieder ein paar Anglizismen vorkommen.

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Ich bin eine überzeugte Christin, die der Meinung ist, dass Gott heute noch zu uns spricht. Vor ein paar Jahren, hatte ich das Gefühl, dass er mich zu einer anderen Arbeit beruft, also kündigte ich meinen Job im Krankenhaus und ging zurück in die Schule, um dann ein Theologie Studium zu beginnen. Dazu werde ich zu einem späteren Zeitpunkt bestimmt auch mal schreiben.

Seitdem ich in Deutschland wohne merke ich, dass Gott in mir ein Feuer für Deutschland und für Frauen entfacht. Als eine regelrechte Verzehrerin von unheimlich vielen amerikanischen Podcasts, in denen ich von anderen Frauen so viel lernen darf, merkte ich irgendwann, wie wenig ähnliches Angebot es in Deutschland gibt.

Nun, das hier ist kein Podcast. Aber es soll eine ähnliche Wirkung entfalten. Denn es soll eine Anlaufstelle für Frauen (und manchmal auch Männer) sein die einander Ermutigen und erbauen wollen. Es gibt so viele verschieden Lebens Situationen und Lebenslagen, und ich glaube wir brauchen immer wieder andere Frauen die uns ermutigen und stärken in unserem Frausein. Das ist meine Absicht mit diesem Blog, dich ganz persönlich zu stärken und ermutigen, die einzigartigen Gaben und Fähigkeiten zu entfalten, die Gott in dich hineingelegt hat. Du bist wunderbar und zu großen gerufen, in allen Lebenslagen!

Deswegen bin ich echt froh diese Reise mit dir teilen zu können und hoffe, dass du immer wieder mal vorbeischaust und dich stärken lässt!

Fühl dich gedrückt!

Carina

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