Allgemein, Identität, Lifestyle

An die introvertierte Extrovertierte

Hey ihr Lieben!!

Oh wie schön es ist, mal wieder was für euch zu schreiben! Ich hoffe euch hat Coffee&Encouragements erster Gastbeitrag gefallen! Falls du auch in Zukunft Fragen an mich oder im Allgemeinen hast, fühl dich frei, mir einen Nachricht über das Kontaktformular zu schicken! Ich werde es dann, zumindest versuchen, sie zu beantworten!

Der heutige Blogpost spricht aus meiner eher introvertierten Seite. Ich weiß nicht wie viele von euch das kennen: Nach außen wirke ich extrovertiert. Ich liebe es, mit Menschen zusammen zu sein und Gemeinschaft zu haben. Aber wenn ich ehrlich bin, kostet es mich oft auch Überwindung und Kraft in diese Beziehungen zu treten.

Ich genieße es auch total, einfach nur alleine zu sein und würde auch so weit gehen, dass ich diese Zeit auch wirklich brauche. Manchmal höre ich auf dieses Bedürfnis und manchmal power ich durch. Ich habe gerade in letzter Zeit gemerkt, dass gerade dann, wenn ich viel Stress habe oder viel zu erledigen ist, ich die Tendenz habe, als Erstes meine sozialen Kontakte etwas einzufahren.

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Photo by Brannon Naito on Unsplash

In diesen Momenten ist es einfacher für mich, mich zurückzuziehen und es braucht viel mehr Überwindung, mich proaktiv mit Menschen zu treffen. Letzte Woche ist mir das nochmal neu bewusst geworden: Ich hatte mich seit langem mal wieder mit einer Freundin getroffen und wir haben uns einfach mal wieder richtig Zeit genommen, aufzuholen und an dem Leben vom anderen teilzuhaben.

Die Lüge, die mir vor solchen Treffen öfters mal durch den Kopf geht, ist, dass wenn ich das mache, ich noch müder, noch gestresster, und voller bin. Und ja, manchmal ist das auch so. Manchmal ist es mir auch zu viel, aber dieses Mal habe ich gemerkt, dass wenn ich mich auf die Lüge eingelassen hätte, dass ich eine wunderschöne Möglichkeit verpasst hätte, mal wirklich in einer zwischenmenschlichen Beziehung aufzutanken. Denn danach habe ich mich verstanden gefühlt. Ich konnte einiges nochmal sortieren und gleichzeitig am Leben von jemand anderem Anteil nehmen, anstatt dass ich mich nur um mich selbst kreise.

Ich glaube das ist eine schnelle Falle, in die man hineintappen kann. Wir denken manchmal, dass Gemeinschaft nur ein Sahnehäubchen unseres Alltags sei und nicht eine unbedingte Notwendigkeit für unser Wohlergehen. Gott sieht das anders. Als er den Menschen geschaffen hat, sah er, dass es nicht gut ist, dass der Mann alleine sei. Obwohl viele diese Stelle auf die Ehe beziehen, denke ich, dass es ist legitim ist, sie auf Menschen im Allgemeinen zu beziehen. Denn was ich beobachtet habe, ist, dass es der größte Trick des Teufels ist, dir das Gefühl zu geben, dass du alleine bist.

Gerne gibt er dir das Gefühl, dass keiner Zeit für dich hat. Oder sogar, dass du so viel zu tun hast, dass du dir jetzt keine Zeit nehmen kannst. Stimmt das? Sind wir alleine? Haben wir wirklich so wenig Zeit, wie wir es uns oft aus lauter Stress sagen? Das ist eine traurige Wahrheit, die ich allzu gut kenne. Allerdings habe ich gelernt, dass es nicht so ist! Wir sind nicht alleine! Und wenn wir uns die Zeit nehmen, haben wir haben ständig die Möglichkeit für Beziehungen. Wichtig ist, dass wir diese Möglichkeiten ergreifen und auf die Menschen um uns herum zu zugehen.

Das Treffen mit meiner Freundin lässt sich mit meinem Sportleben vergleichen. Öfters ertappe ich mich bei dem Gedanken, dass ich es vielleicht mal wieder machen sollte, aber bald danach fehlt mir das Durchsetzungsvermögen, dafür auch Zeit einzuplanen. Doch jedes Mal, wo ich es dann doch schaffe, ins Fitness Studio zu gehen, merke ich, dass es mir unglaublich gut tut! Ich will damit nicht sagen, dass meine Treffen mit Freunden mich so viel Überwindung kosten, sondern viel eher, dass ich einfach Zeit dafür einplanen muss.

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Photo by Becca Tapert on Unsplash

Ich glaube, dass Gott uns dazu geschaffen hat, am stärksten zu sein, wenn wir uns an die Seite anderer stellen. Wir dürfen voneinander lernen, ermutigt werden und auch selbst ermutigen. Was für ein Geschenk!

Dieses Treffen hat mich so sehr inspiriert, dass ich euch diese Woche auch dazu ermutigen wollte! Lass dich nicht von deiner to-do Liste so sehr kontrollieren, dass du das Wesentliche in deinem Leben vergisst. Natürlich, kenne dich selbst und erkenne den Unterschied zwischen deinem Bedürfnis nach Ruhe und deinem inneren Schweinehund. Gerade durch das Studium merke ich, wie einfach es ist mit den Augen aufs Ziel, blind durchs Leben zu gehen. Doch wir leben jetzt. Jetzt ist die Zeit für Freundschaft. Jetzt ist die Zeit für Beziehung.

Wenn du offen bist, bin ich gespannt welche Begegnungen dir diese Woche entgegnen werden. Ich wünsche Dir viel Freude dabei!!

Fühl dich Gedrückt,
Carina

Blog, Identität

​Weißt du, wer du bist?

Du bist begabt! Von Gott geliebt! Einzigartig und Wunderbar!

Wie viele von euch haben gerade einer der folgenden Sätze gedacht:

1.) „Das stimmt doch gar nicht.“
2.) „Du kennst mich doch gar nicht, wie willst du das wissen.“
3.) „Ja, ja…“

Hat irgendjemand von euch, sich das zu Herzen genommen? Wann ja, bitte melde dich bei mir! Ich will wissen, wie das geht! Diese Botschaft muss ich mir selbst auch immer wieder sagen.

So oft hören wir sowas, oder sowas ähnliches und so oft rutscht diese Wahrheit einfach nicht in unsere Herzen. Warum eigentlich nicht? Es ist als, ob die Brücke zwischen Ohr und Herz zerbröckelt ist und alles voller Schutt liegt. Vielleicht will sich unser Herz schützen. Vielleicht ist es durch Dinge blockiert, die andere mal über uns ausgesprochen haben.
Ich glaube, jedes unserer Herzen hat leider schon die eine oder andere Verletzung hinter sich, was es dazu bringt diese Schutzhaltung anzunehmen. Vielleicht ist es etwas was eine wichtige Person in deinem Leben mal gesagt hat und jetzt wie ein Wurm in deinem Ohr ungefragt deine Schritte mitbestimmen will. Vielleicht ist es aber ein Kommentar von der „wohlwollenden“ Freundin, die die „Wahrheit“ mal eben, mit so wenig Feingefühl raushaut, wie ein Elefant im Porzellan laden. Manchmal, sind es sogar die eigenen Gedanken, die dich fertigmachen und dir sagen, dass du nicht genug bist. Nicht schön genug, nicht gut genug, nicht geduldig genug, nicht ________ genug. Such dir was aus.

Fakt. Du bist genug. Du bist jetzt mehr als genug.

Ich glaube wir müssen wieder zu diesem Punkt zurückkommen, dass wir hören was uns unsere wahren Freundinnen und Herzens-Leute uns sagen. Außerdem, müssen wir wieder dazu zurückkommen, dass wir einander darin unterstützen diese Wahrheiten über uns selbst zu hören. Wie geht das? Ich glaube, wir kommen zu diesem Punkt zurück, indem wir es einander SAGEN! Manchmal sind wir so damit beschäftigt selber gut auszusehen oder mit unseren eigenen Problemen klar zu kommen, dass wir ganz vergessen die Menschen, um uns herum zu sehen und sie, durch eine kleine Ermutigung, hoch zu ziehen.

Was auf diesem Bereich unseres Lebens einen großen Einfluss nimmt, nennt sich auf english Scarcity Mentality (grob: Knappheits-Mentalität). Steven Covey beschreibt es in etwa so: Das glauben, dass es nur ein Kuchen für alle gibt. Wenn jemand ein größeres Stück bekommt bedeutet das, dass alle andere Personen weniger bekommen. Diese Mentalität ist eine Lüge, denn es gibt zum Glück nicht nur ein Kuchen für alle!

Vor allem Gedanken wie „Ich bin nicht(…) genug.“ sind Gedanken, die aus dieser Mentalität herausfließen. Indem wir diesen Gedanken nachgehen und uns immer mit Menschen in unserem Umfeld vergleichen, nimmt diese Mentalität immer mehr Raum in unseren Systemen auf und vergiften regelrecht unser Denken über uns selbst. Wir können dadurch anderen schlecht den Erfolg gönnen, denn unsere Eifersucht steht uns da so im Weg, dass wir vergessen, dass wir genauso reich beschenkt worden sind. Umso mehr fällt es schwer, uns mit diesen Menschen aufrichtig sich zu freuen, wenn sie etwas richtig gut können oder schon was Tolles erreicht haben. Oftmals ist es leider auch bei mir so. Ich bin so damit beschäftigt zu schmollen über das, was ich nicht kann oder habe. Als Resultat, drehe ich mich so sehr um mich selbst und verliere den Blick für die Menschen um mich herum.

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Photo by John-Mark Smith on Unsplash

Wie können wir dieses Denken in unserem Leben umdrehen? Wie können wir dieser Mentalität den Raum zurückklauen, den sie eingenommen hat? Kurz: Wir können großzügig sein!! Wir können mit unserer Zeit und mit unserer Liebe zueinander regelrecht verschwenderisch sein. Denn Gott hat uns in so einem überdimensionalen Ausmaß geliebt, dass es uns eigentlich leicht fallen müsste einander zu lieben. Die Frauen um uns herum machen jeden Tag etwas Besonderes! Manche erziehen ihre Kinder zu ihrem aller besten Wissen. Andere gehen täglich zur Arbeit und lassen dort vor Ort ihr Licht Leuchten, indem sie sich mit ihren Ideen und Visionen einbringen. Wieder andere sind noch in der Schule oder im Studium und lassen sich jeden Tag ausrüsten für weitere Aufgaben, die Gott für sie bereithält.

Wir haben so viele Möglichkeiten heute für eine Frau diese Stimme zu sein, die sagt:

Du bist genug!

Du bist, so wie du bist, wunderbar!

Du machst das, was du machst, super

Danke, dass du mir so eine gute Freundin bist!

 Gleichzeitig, hast du aber heute auch die Möglichkeit, diese Wahrheit für dich anzunehmen. Du hast heute die Möglichkeit, dass wenn jemand dir so etwas sagt, du es dankend annehmen kannst und nicht das Gefühl haben musst das Kompliment, um es auf dich passend zu machen, verringern zu müssen.

Bitte versteht mich nicht falsch, weder bin ich eine Verfechterin der hohlen Komplimente, noch befürchte ich Kritik. Allerdings ist es leider heutzutage so, dass uns schneller Kritik, ob an andere oder an uns selbst, über die Lippen schleicht als, dass wir die Worte finden für das, was richtig gut läuft.

Als geliebte Tochter Gottes, die zur Freiheit berufen wurde, glaube ich, dass es unsere Aufgabe ist, diese Freiheit und Liebe an unsere Schwestern weiter zu geben, die jeden (all)Tag mit Bravour meistern. Wir müssen uns nicht in der Vergleichsschleife aufhalten. Wir dürfen, ja müssen sogar, von uns selbst weggucken und stattdessen auf andere sehen.

Also, heute mal Augen weg von dir und hin zu den Menschen um dich herum. Gott hat dich unglaublich gut gemacht. Du trägst sein Ebenbild. Du bist wunderschön. So wie du bist, bist du genug. Also gehe hin und gib’s weiter!

Fühl dich gedrückt!

Carina