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Coffee&Encouragement macht Sommerpause

Hey ihr lieben!!

Wow, der Sommer ist schon wieder herangerast. Wie viele von euch wissen, studiere ich im zweiten Semester Theologie. Dazu gehört, dass ich Altgriechisch lernen muss. Da in drei Wochen meine Klausurenphase beginnt, nehme ich mir die kommende Zeit, um mich darauf vorzubereiten. Das ist richtig, Coffee&Encouragement macht Sommerpause.

Das traurige ist, dass es in dieser Zeit keine neuen Blogeinträge geben wird. Aber das richtig cooleist, dass es danach richtig fetzige Einträge geben wird, da ich für sechs Wochen nach Berlin gehe!! Dort wird es viel Neues an Inspiration und Input geben, was ich gerne an euch weiter leiten werde!

Ich freue mich riesig auf diese Zeit und die Möglichkeit, die Gott mir schenkt, bei Berlin Connect ein Praktikum machen zu können! Aber, um das in vollen Zügen zu genießen, muss gewährleistet sein, dass ich nicht meine Griechisch Klausur wiederholen muss.

Deshalb meine Lieben, verabschiede ich mich kurzweilig und freue mich, wenn möglichst viele von euch am 14. August wieder dazu kommen. Ich wünsche euch Hammer Sommer Wochen, in denen ihr Gott hautnah erlebt, ausspannen könnt und einfach das Leben genießt!!

Fühlt euch gedrückt,

Carina

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Photo by Lacie Slezak on Unsplash
Allgemein, Blog, Blogging, Kreativität

Was ich in den ersten drei Monaten als Bloggerin lernte

Hey Ladies!

Ich fasse es nicht! Ich darf mich jetzt seit 3 Monaten Bloggerin nennen!! Vielen Dank für jede einzelne von euch, die den Blog immer wieder gelesen, geteilt und mich ermutigt hat! Das hat mich immer wieder neu motiviert, weiter zu machen!!

Nun ist schon knapp über ein viertel Jahr vergangen und ich durfte einiges lernen! Manchmal mehr „learning by doing“ aber immer „learning“ und ich bin längst nicht fertig. Ich dachte, dass dieser besondere Meilenstein eine gute Möglichkeit ist, euch ein bisschen an diesem Abenteuer teilhaben zu lassen.

1.) Think about it.

Es war im Frühjahr 2017, als ich den ersten Gedanken an diesen Blog hatte. Zu diesem Zeitpunkt redete ich erstmal nur mit meinem wichtigsten Ratgeber (H.H.)** darüber. Dieser sagte mir, dass ich dies könne und es auf jeden Fall machen sollte. Das ermutigte mich natürlich total. Aber, dann sagte er im nächsten Satz: Aber warte noch ein Jahr und sammle so viel Information darüber, wie du bekommen kannst.

Wow, das hat mir in dem Moment echt geholfen. Ich hatte somit erstmal nicht den Druck, dass ich sofort alles können muss. So konnte ich mir im Laufe des Jahres immer mehr Fragen stellen und zum Teil auch beantworten:  Für wen will ich schreiben? Wie will ich schreiben? Deutsch? Englisch? Langsam entwickelte sich ein Ziel.

2.) Just do it!

Irgendwann kommt aber der Punkt, an dem musst du einfach los! Am 17. März hatte ich das starke Gefühl, dass Gott mich dazu bewegte, zu beten. Ich verspürte ein starkes Verlangen danach, etwas in meinem Umfeld zu bewirken. Als ich Gott fragte, wie ich das tun sollte, war der Dialog in etwa so:

Er: Ermutige!!
Ich: Ermutige?? Aber wie? Soll ich jetzt einfach mit meinen Freundinnen mehr Kaffee trinken?
Er: Du denkst doch die ganze Zeit an den Blog, fang doch einfach mal an.

So ist es. Manchmal muss man sich einfach den Ruck geben und anfangen!! Was wolltest du schon immer mal machen und woran denkst du immer wieder? Trau dich, Schritte zu gehen!

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Photo by Fab Lentz on Unsplash

3.) Die Meinungen der anderen müssen dir erstmal egal sein

Am Anfang, als ich schrieb, habe ich oft daran gedacht, was denkt der oder die, wenn sie liest, was ich geschrieben habe. Das hat mich total gehemmt. Ich wollte nicht zu fromm klingen aber natürlich auch zu dem stehen, was ich denke.

Ich habe mal gehört, dass das Problem der heutigen Filmwelt ist, dass Produzenten genau den Film drehen den sie denken der Zuschauer sehen will. Allerdings wenn die Zuschauer es dann schaut, ist er enttäuscht, weil es kein Überraschungs-Effekt mehr gibt. Das heißt, was du tust, das tu für dich und aus dir heraus und nicht um irgendjemand zu gefallen!

4.) Erlaube Wachstum

Schon jetzt, wenn ich zurückschaue, sehe ich Wachstum. Ich sehe Wachstum, in dem wie ich schreibe bis hin zu dem, wie ich jeden Artikel gestalte. Ich bin noch längst nicht fertig damit, zu lernen wie das Bloggen geht oder wie ich es optimieren kann. Manchmal habe ich mehr Zeit und manchmal weniger. Doch ich muss mir den Freiraum geben Fehler zu machen und davon zu lernen, denn nur so kann ich wachsen.

5.) Geh mit offenen Augen durchs Leben

Alles wird zu Inspiration. Ich muss durch jeden Tag gehen, als ob ich heute die nächste Idee für einen Eintrag bekommen könnte. Jedes Gespräch, jeder Film, jede Begegnung birgt die Chance für tieferes Denken. Das heißt nicht, dass die privaten Details, die zwischen mir und Freundinnen ausgetauscht werden hier als Klatsch Kolumne wieder auftauchen. Vielmehr heißt es das die Frauen selbst und wie sie mit den Situationen in ihrem Leben umgehen zu einer Inspiration für mich und hoffentlich auch euch werden. Dadurch entsteht Kunst, indem wir aufmerksam unser Umfeld beobachten und es aus unserer Sicht interpretieren.

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Photo by Annie Spratt on Unsplash

6.) You do you, Babe! – nur du hast deine Stimme!

Ganz am Anfang meines Findungs-Prozesses hin zu diesem Blog hat mir eine sehr wertvolle Freundin mir etwas gesagt was mich bis heute begleitet und zu einem meiner Lebensmottos geworden ist, und zwar: „Nur du hast deine Stimme.“ Damit meinte sie, nur ich habe die Dinge erlebt, die ich erlebt habe. Nur ich sehe die Dinge durch meine Brille. Niemand anderes auf dieser Welt kann mein Umfeld so interpretieren wie ich. Das machte mir so viel Mut für einen völlig überfluteten Markt an Information. Aber es ist wahr und dasselbe ist auch für dich wahr!! Nur du hast deine Stimme. Also egal wie du sie einsetzt, sei dir selber treu und setze sie ein! Den Gott hat dich mit deiner persönlichen Geschichte so geschaffen, dass du andere damit bereichern kannst!

Es ist und bleibt auch nicht immer einfach. Gerade wenn ich viel Uni-Stress oder allgemein viel zu machen habe, ist der Blog oft das letzte, wozu ich Muse habe. Und doch, wenn ich es mache unddann manchmal auch hammer Feedback von euch bekomme, dann ist es mir immer wieder Wert. Denn ich weiß Gott ist dabei. Erstmal hat er mich dazu berufen und erstmal will ich auch die Schritte gehen.

Wozu beruft dich Gott?? Was sind die Talente die in dir schlummern und noch darauf warten entfaltet zu werden? Was ist deine Message an die Welt oder auch erstmal an dein Umfeld? Du bist nicht aus Versehen geschaffen worden, sondern mit Zweck und mit einem Platz in dieser Welt. Hiermit komme ich wieder zu meiner initial Intension, weswegen ich den Blog überhaupt gestartet habe:

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Photo by Holly Mandarich on Unsplash

Oftmals haben Frauen, gerade im christlichen Sektor, das Gefühl, dass ihre Gaben nur in ganz bestimmte Kategorie fallen dürfen, sie können entweder Backen oder Gastfreundlich sein oder Ermutigen etc. Und all diese Dinge sind super Dinge!! Ich nehme auch sehr gerne daran Teil, aber Frauen! Ich will euch ermutigen über Mauern zu springen, ich will dich ermutigen von mehr zu träumen! Wenn du wirklich alles in der Welt tun könntest? Was würdest du tun? Und dann tu es!! Lass dich nicht von den Erwartungen um dich herum einschenken oder dämpfen. Gott hat Gaben und Talente in dich hineingelegt, die es gilt zu entdecken! Also mach dich auf und traue dich der Stimme in deinem Herzen zu Folgen!

Ich bin gespannt zu sehen wo ihr alle noch hingehen werdet!

Fühlt euch gedrückt!

Carina

** Hot Hubby

Allgemein, Identität, Lifestyle

An die introvertierte Extrovertierte

Hey ihr Lieben!!

Oh wie schön es ist, mal wieder was für euch zu schreiben! Ich hoffe euch hat Coffee&Encouragements erster Gastbeitrag gefallen! Falls du auch in Zukunft Fragen an mich oder im Allgemeinen hast, fühl dich frei, mir einen Nachricht über das Kontaktformular zu schicken! Ich werde es dann, zumindest versuchen, sie zu beantworten!

Der heutige Blogpost spricht aus meiner eher introvertierten Seite. Ich weiß nicht wie viele von euch das kennen: Nach außen wirke ich extrovertiert. Ich liebe es, mit Menschen zusammen zu sein und Gemeinschaft zu haben. Aber wenn ich ehrlich bin, kostet es mich oft auch Überwindung und Kraft in diese Beziehungen zu treten.

Ich genieße es auch total, einfach nur alleine zu sein und würde auch so weit gehen, dass ich diese Zeit auch wirklich brauche. Manchmal höre ich auf dieses Bedürfnis und manchmal power ich durch. Ich habe gerade in letzter Zeit gemerkt, dass gerade dann, wenn ich viel Stress habe oder viel zu erledigen ist, ich die Tendenz habe, als Erstes meine sozialen Kontakte etwas einzufahren.

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Photo by Brannon Naito on Unsplash

In diesen Momenten ist es einfacher für mich, mich zurückzuziehen und es braucht viel mehr Überwindung, mich proaktiv mit Menschen zu treffen. Letzte Woche ist mir das nochmal neu bewusst geworden: Ich hatte mich seit langem mal wieder mit einer Freundin getroffen und wir haben uns einfach mal wieder richtig Zeit genommen, aufzuholen und an dem Leben vom anderen teilzuhaben.

Die Lüge, die mir vor solchen Treffen öfters mal durch den Kopf geht, ist, dass wenn ich das mache, ich noch müder, noch gestresster, und voller bin. Und ja, manchmal ist das auch so. Manchmal ist es mir auch zu viel, aber dieses Mal habe ich gemerkt, dass wenn ich mich auf die Lüge eingelassen hätte, dass ich eine wunderschöne Möglichkeit verpasst hätte, mal wirklich in einer zwischenmenschlichen Beziehung aufzutanken. Denn danach habe ich mich verstanden gefühlt. Ich konnte einiges nochmal sortieren und gleichzeitig am Leben von jemand anderem Anteil nehmen, anstatt dass ich mich nur um mich selbst kreise.

Ich glaube das ist eine schnelle Falle, in die man hineintappen kann. Wir denken manchmal, dass Gemeinschaft nur ein Sahnehäubchen unseres Alltags sei und nicht eine unbedingte Notwendigkeit für unser Wohlergehen. Gott sieht das anders. Als er den Menschen geschaffen hat, sah er, dass es nicht gut ist, dass der Mann alleine sei. Obwohl viele diese Stelle auf die Ehe beziehen, denke ich, dass es ist legitim ist, sie auf Menschen im Allgemeinen zu beziehen. Denn was ich beobachtet habe, ist, dass es der größte Trick des Teufels ist, dir das Gefühl zu geben, dass du alleine bist.

Gerne gibt er dir das Gefühl, dass keiner Zeit für dich hat. Oder sogar, dass du so viel zu tun hast, dass du dir jetzt keine Zeit nehmen kannst. Stimmt das? Sind wir alleine? Haben wir wirklich so wenig Zeit, wie wir es uns oft aus lauter Stress sagen? Das ist eine traurige Wahrheit, die ich allzu gut kenne. Allerdings habe ich gelernt, dass es nicht so ist! Wir sind nicht alleine! Und wenn wir uns die Zeit nehmen, haben wir haben ständig die Möglichkeit für Beziehungen. Wichtig ist, dass wir diese Möglichkeiten ergreifen und auf die Menschen um uns herum zu zugehen.

Das Treffen mit meiner Freundin lässt sich mit meinem Sportleben vergleichen. Öfters ertappe ich mich bei dem Gedanken, dass ich es vielleicht mal wieder machen sollte, aber bald danach fehlt mir das Durchsetzungsvermögen, dafür auch Zeit einzuplanen. Doch jedes Mal, wo ich es dann doch schaffe, ins Fitness Studio zu gehen, merke ich, dass es mir unglaublich gut tut! Ich will damit nicht sagen, dass meine Treffen mit Freunden mich so viel Überwindung kosten, sondern viel eher, dass ich einfach Zeit dafür einplanen muss.

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Photo by Becca Tapert on Unsplash

Ich glaube, dass Gott uns dazu geschaffen hat, am stärksten zu sein, wenn wir uns an die Seite anderer stellen. Wir dürfen voneinander lernen, ermutigt werden und auch selbst ermutigen. Was für ein Geschenk!

Dieses Treffen hat mich so sehr inspiriert, dass ich euch diese Woche auch dazu ermutigen wollte! Lass dich nicht von deiner to-do Liste so sehr kontrollieren, dass du das Wesentliche in deinem Leben vergisst. Natürlich, kenne dich selbst und erkenne den Unterschied zwischen deinem Bedürfnis nach Ruhe und deinem inneren Schweinehund. Gerade durch das Studium merke ich, wie einfach es ist mit den Augen aufs Ziel, blind durchs Leben zu gehen. Doch wir leben jetzt. Jetzt ist die Zeit für Freundschaft. Jetzt ist die Zeit für Beziehung.

Wenn du offen bist, bin ich gespannt welche Begegnungen dir diese Woche entgegnen werden. Ich wünsche Dir viel Freude dabei!!

Fühl dich Gedrückt,
Carina

Blog, Glaubensleben

Wir sind eins? Was Einheit unter Christen möglich macht.

Heute hat Coffee&Encouragement eine Premiere! Ich darf euch heute meine erste Gast-Bloggerin vorstellen. Annemieke studiert mit mir zusammen und schreibt nebenbei noch für StayonFire. Sie trinkt gerne Mate, ist auf Instagram unterwegs und überhaupt ist sie a girl on fire for Jesus. Ich freue mich sehr, sie hier auf diesem Blog willkommen zu heißen!


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Beitrag von Annemieke 

Als mich Carina fragte, über welches Thema ich gerne schreiben würde, entschied ich mich schnell für die Frage nach einer Einheit der Christen. Darüber zu schreiben liegt mir schon lange auf dem Herzen, gerade weil diese Frage meine persönliche Geschichte begleitet.

Ich bin römisch-katholisch aufgewachsen. Jahrelang lang war ich in dieser Kirche aktiv. Kindertaufe, Erstkommunion, Ministrantin, Lektorin. Heute studiere ich Evangelische Theologie, um einmal vollzeitlich in einer Freikirche zu arbeiten. Wie kam es dazu?

Mein Vater katholisch, meine Mutter Baptistin. Daher hatte ich als Jugendliche Bibelunterricht bei den Baptisten.

Meine bewusste Entscheidung für Jesus traf ich durch das Youtube-Video eines Christen, der stark durch die orthodoxe Kirche geprägt wurde. Daraufhin fand ich geistliche Heimat in einer mennonitischen Gemeinde. Dort wurde ich auf meinen Glauben an Jesus Christus getauft. Parallel besuchte ich die Hausgruppe einer Pfingstgemeinde.

Fürs Studium bin ich umgezogen und besuche nun eine Freikirche und eine Hausgemeinde, die sich beide keinem Gemeindebund zuordnen. Das ist Teil meiner persönlichen Glaubensgeschichte. Sie ist individuell, von Gott geschrieben und geführt.

So spannend diese Reise durch die Gemeinden auch bereits war. Sie hat mich eines gelehrt, warum Jesus die Einheit der Christen untereinander so wichtig ist.

Kurz vor seinem Tod am Kreuz betet Jesus nämlich genau das im Hinblick auf seine Jünger und deren Nachfolger – also auch im Hinblick auf uns heute! „Sie alle sollen eins sein, genauso wie du, Vater, mit mir eins bist. So wie du in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns fest miteinander verbunden sein. Dann wird die Welt glauben, dass du mich gesandt hast.“ (Johannes 17:21)

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Photo by Jon Tyson on Unsplash

Hier liegt die Herausforderung:

Ich behaupte, wir Christen sind noch weit davon entfernt, diesem Herzensanliegen Jesu gerecht zu werden. Wenn ich Menschen, besonders anderen Christen, von meinem persönlichen Glaubensweg durch die verschiedenen Gemeinden berichte, gibt es oftmals zwei extreme Reaktionen: Entweder Respekt und Staunen über diese Fülle an Erfahrungen oder den knappen Satz: “Oh, das tut mir aber leid für dich.”

Ja, mir tut es insbesondere leid, einige emotional aufgeladene Diskussionen geführt zu haben. Denn einen bunten Misch an Glaubenskultur zu erleben, hat neben der Vielfalt auch vielfältige Brüche, Abschiede und Enttäuschungen der Erwartung bei anderen mit sich gebracht. Dabei wären diese Brüche nicht nötig gewesen, würden wir Christen Jesu Anliegen der Einheit ernst nehmen. In seinem Wort spricht Gott nicht von unterschiedlichen Gemeinden, sondern von einer einzigen universalen Gemeinde seiner Nachfolger.

Ich frage mich, wie Gottes Perspektive dazu aussehen mag, wenn einer Person das Christsein abgesprochen wird, weil sie eine andere Gemeinderichtung besucht oder die Konfession wechselt. Wie gesagt: Gott denkt nicht in Ortsgemeinden und noch viel weniger in Konfessionen. Er möchte eine Gemeinde. Die Gemeinde. Seine Gemeinde.

Es macht beim besten Willen keinen Sinn, eine Person dazu zu zwingen, in einer Kirche oder Konfession zu bleiben, in der sie selber kein geistliches Zuhause mehr findet. Je nachdem, in welcher Konfession wir großgeworden sind, sind wir gut darin, auch nur in dieser Konfession ein Wirken Gottes zu verorten. Doch Gottes Wege sind höher als unsere. Denn Gott lässt sich tatsächlich in jeder Konfession finden.

Diese Tatsache habe ich jedoch lange Zeit vehement abgelehnt. Als ich mein Leben Jesus gab, führte mich Gott in eine Freikirche. Für mich war klar: Hier ist Gott anwesend. Ob es in der katholischen Kirche nicht auch wiedergeborene Christen gab, interessierte mich erst gar nicht. Ich suchte nicht den Kontakt zu ihnen. Aber nur, dass es in meiner katholischen Kirche vor Ort einfach nicht das Angebot einer Jugendgruppe gab, bedeutet nicht, dass es hier keinen lebendigen Glauben gibt. Für mich gab es hier nur nicht die richtigen Rahmenbedingungen, als frischbekehrte Jugendliche mit Gleichaltrigen im Glauben zu wachsen. Es war nicht der Ort für mich persönlich, an dem ich aufblühen konnte. Das schließt nicht aus, dass es für andere Christen genau der richtige Ort ist, an den Gott sie führt, weil sie genau in der katholischen Kirche in ihrer Beziehung zu Jesus wachsen. Ich bin Gott zutiefst dankbar für diese entscheidende Erkenntnis.

Die Ökumene und die Einheit

Vielleicht fällt dir spätestens jetzt der Begriff „Ökumene“ ein. Ein Ziel der Ökumenischen Bewegung ist die Einigung der Konfessionen in brisanten Glaubensfragen – wie nach der biblisch-korrekten Weise, das Abendmahl zu feiern. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber für mich ist eine Einigkeit in solchen Themen nicht nur nahezu utopisch, sondern sie ist auch nicht der Grundpfeiler von einer gelebten Einheit.

Denn da stellt sich mir die Frage, ob irgendeine Kirche in dieser Welt tatsächlich für sich beanspruchen kann, dass sie den Glauben an Jesus Christus exakt richtig praktiziert! Immer wieder gibt es Irrtümer und daher Reformen. Und das in jeder großen Konfession bis hin zur kleinsten Freikirche. Das ist ein eindeutiger Indikator dafür, dass wir mit unserer jeweiligen Gemeindepraxis noch nicht das Vollkommene erreicht haben. Keine Gemeinde oder Kirche kann also die Maßgebende sein.

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Photo by Josh Applegate on Unsplash

Der Grundpfeiler für Einheit

Maßgebend ist nur einer: Gott selbst. Und das einzig Vollkommene, das in uns Christen vorhanden ist – ist Gott selbst durch seinen Geist.

In der Bibel finden wir folgende Stelle: Niemand, der unter der Leitung von Gottes Geist redet, wird jemals sagen: »Jesus sei verflucht!« Und umgekehrt kann niemand sagen: »Jesus ist der Herr!«, es sei denn, er wird vom Heiligen Geist geleitet.(1. Korinther 12:3)

In jeder christlichen Kirche, Gemeinde oder Konfession gibt es Menschen, die Jesus als ihren persönlichen Retter bekennen. Sie alle haben daher den Heiligen Geist. Der Heilige Geist ist der entscheidende biblische Hinweis darauf, dass jemand zu Christus gehört und damit auch ein Christ ist.

Der Heilige Geist ist der Grundpfeiler von Einheit. Er ist es, der zur Einheit der Gemeinden befähigt. (vgl. Epheser 4:3) Alle Kinder Gottes besitzen ihn, unabhängig zu welcher Konfession sie gehören.

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Wie wird Einheit praktisch?

Das waren jetzt alles ziemlich vielschichtige Gedanken, auch viel Theorie. Doch die Praxis ist das, was am Ende wirklich einen Unterschied macht.

Einheit ist im Heiligen Geist möglich, es ist keine Utopie. Wir Christen können uns in der Einheit treffen, indem wir vor allem gemeinsam Jesus als Herrn bekennen. Das geht wunderbar im gemeinsamen Lobpreis. Wir können Jesus gemeinsam feiern, loben und preisen. Denn genau hier treffen wir die unumstößliche Schnittstelle aller christlichen Konfessionen – eben das Bekenntnis zu Jesus Christus als unseren Herrn. Es gibt bereits jetzt Veranstaltungen und Netzwerke in Deutschland, die genau dazu einladen. Eine der bekanntesten ist die überkonfessionelle „B.A.S.E. Youth Ministry“ (www.solid-base.de).

Ich fordere dich heraus, bewusst über den Tellerrand zu schauen. Mal eines dieser überkonfessionellen Events oder den Gottesdienst einer anderen Konfession zu besuchen, mit dem Wissen im Herzen, dass auch hier der Geist Gottes lebt. Kontakte und Freundschaften mit Christen anderer Konfessionen und Denominationen zu starten und zu pflegen.

Und vor allem möchte ich dich dazu ermutigen, nicht dem Gedanken Raum zu geben, nur eine bestimmte Gemeinderichtung oder Konfession habe den einzig wahren Glauben. Oder eine sei gar am weitesten vom wahren Evangelium entfernt. Am Ende ist und bleibt es Gott allein, der das entscheidet.

Mit der gelebten Einheit im Heiligen Geist verfolgen wir ein wichtiges Ziel: Für noch mehr Menschen die Liebe Gottes erfahrbar zu machen. Jesus gibt uns seine Vision vor: Wenn wir Christen eins sind, dann wird die Welt glauben, dass Gott ihn gesandt hat. Was ein klares Statement, was für eine lohnenswerte Perspektive!

Danke, dass du dich auf dieses spannende Thema einlässt!

Deine Annemieke

 

Allgemein, Blog

Wie ich meine Bibel lese​

Hey Ladies!!

Vor ein paar Wochen habe ich auf Instagram ein Bild von meiner neuen bunten Bible-Study Methode gepostet. Daraufhin wurde ich gefragt, ob ich nicht diese Methode in einen meiner Blogposts erläutern könnte.

Diese Methode ist nicht meine originelle Idee, ich habe sie von einer amerikanischen Bloggerin von SoulScipts gelernt.

Was mir zu Beginn besonders daran gefiel, war, wie bunt die Bibel dadurch wird! Je mehr ich es aber machte, merkte ich, wie ich tiefer in meine Bibellese eintauchen konnte, als ich es schon seit einer langen Zeit machen konnte!!

Besonders geeignet für diese Methode sind Bibeln mit einem breiten Rand. Aber wie man in dem Bild unten sieht, ist das gar nicht unbedingt notwendig. (Obwohl es das ganze vielleicht ein bisschen ordentlicher machen könnte.)

Vorsicht: Dieser Post geht nicht an diejenigen unter uns die, mit Bleistift und Lineal, Schlüsselverse vorsichtig unterzeichnen. Diese Methode geht an die Ladies (und vielleicht auch Gentlemen) die, auf English: Want to get their hands dirty in the Word!

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1.   Schritt

Such dir ein Buch in der Bibel aus, was du gerne Lesen willst. Egal welches. Obwohl, wenn du diese Methode mal ausprobieren willst und nicht gleiche eine große Verbindlichkeit eingehen willst, würde ich dir raten, zum Angang ein kürzeres Buch zu nehmen.

Also, nachdem du ein Buch ausgesucht hast, fang vorne mit dem ersten Kapitel an. Lies das ganze Kapitel einmal durch, versuche nicht schon beim ersten Lesen, irgendwo hängen zu bleiben, sondern lass es erstmal so stehen. Das hilft mir oft erstmal den Überblick und den Kontext zu begreifen.

2.   Schritt

Nachdem du das ganze Kapitel gelesen hast, gehe nochmal zum Anfang und ließ nochmal. Langsam. Vers für Vers, Satz für Satz, manchmal sogar Wort für Wort. Wenn du an einem Vers hängen bleibst, ließ ihn nochmal; erlaube ihn, mit dir zu sprechen.

Ich lese den zweiten Durchgang gerne schon mal mit Stift in Hand. Ich habe das Gefühl, dass ich dann aufmerksamer bei der Sache bleibe. Wenn mir etwas besonders auffällt, unterstreiche ich es. Manchmal, nachdem ich etwas unterstrichen habe und noch besondere Worte hervorheben möchte, kreise ich sie nochmal ein.

3.   Schritt

Wenn ich einen bestimmten Punkt oder eine Idee in einem Vers betonen will, dann schreibe ich sie an den Rand. Dort mal ich ein Kasten drum und ein Strich zu dem unterstrichenem Vers. Sowohl den Kasten als auch die Linie und manchmal sogar auch den Vers, male ich mit einem Textmarker nach. Am Anfang musste ich mich voll überwinden so kreuz und quer in meiner Bibel rumzukritzeln, aber letztendlich kann man die Worte immer noch lesen und es hilft mir bei den vielen Farben den Überblick zu behalten, welche Notiz zu welchem Vers gehört.

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Am Rand kann ich alles notieren, was mich an dem Text anspricht:

  • Womit struggle* ich gerade?
  • Worauf will Gott mich aufmerksam machen?
  • Was kann ich davon mit in den Alltag nehmen?
  • Wo macht Gott mir nochmal ganz besonders Zusagen, die mir vorher vielleicht nicht so bewusst waren?
  • Was lerne ich durch diesen Vers?

4.   Schritt

Zum Schluss, wenn ich dann eine oder zwei Seiten gelesen habe, schreibe ich das Hauptthema groß über den Text, damit, wenn ich die Seite aufschlage, so grob weiß, worum es in dem Text geht. Wenn du gut im Handlettering bist, kannst du das machen und somit die Seite verschönern. Aber du kannst es auch einfach über die Seite schreiben. Die Bibel ist nicht „nur“ Gottes heiliges Wort, sondern auch ein Werkzeug, was er dir an dir Hand gibt. Es ist wichtig, dass du ein Weg findest dir einen Überblick über deine Bibel zu verschaffen, der zu dir passt.

That‘s it! An sich ist es gar nicht besonders kompliziert und natürlich kannst du es variieren, sodass es zu dir passt! Für die Lineal-Girls unter euch – wenn du das lieber so hast, kannst du ja auch dein Linear nutzen, um deinen Textmarker zu führen.

Fakt ist, Bibellesen muss nichts verstaubt, trocken oder langweilig sein. Es kann für dich etwas sein, was dich stärkt und ermutigt. Lass es lebendig werden und gestalte deine Zeit mit Gott, sodass sie dir auch Spaß macht! Stell dir vor, deine beste Freundin käme zu Besuch und du sagst (bitte in einer monotonen Robotererstimme lesen): „Oh meine beste Freundin kommt zu Besuch. Toll. Dann strenge ich mich mal an, mich auf das Gespräch zu konzentrieren. Hoffentlich hat sie mal wieder was zu sagen.“

Oftmals gehen wir auch so an unsere Beziehung mit Jesus. Das ist so traurig! Denn Gott ist ein lebendiger, beziehungsorientierter Gott, der mit dir im Gespräch sein will, der dich hören will, der aber auch mit dir sprechen will.

Es gibt tausend verschiedene Arten und Variationen wie man in die Begegnung mit ihm treten kann, aber ich habe festgestellt, dass durch diese Methode, mir viele Verse und Aussagen ganz neu bewusstgeworden sind. Oft hatte ich das Gefühl, diese Stelle/diesen Vers noch nie so gelesen zu haben.

Also, viel Spaß und traue dich!

Fühl dich gedrückt,

Carina

*kämpfe

 

Allgemein, Blog, Lifestyle

Ruf zum Abenteuer

Hey ihr lieben!

Eigentlich wollte ich diese Woche über Rhythmus schreiben und wie wichtig er für unser seelisches Wohlergehen ist. Darüber werde ich auch noch schreiben. Aber wie das manchmal so ist, kommt das Leben dazwischen und mir lag diese Woche etwas viel Wichtigeres auf dem Herzen, was ich mit euch teilen wollte.

Wie viele von euch kennen das Gefühl, für mehr berufen zu sein? Wie viele von euch haben eine tiefe Sehnsucht, mehr zu erreichen als denselben Alltag Tag ein und Tag aus? Wie an einigen Rückmeldungen, nach einem meinen früheren Blogposts, zu sehen war, gibt es viele von euch die sich nach Abenteuer sehnen. Ich glaube, dieses Verlangen tief in jedem von uns steckt. Wir wollen etwas Besonderes sein, etwas einzigartiges tun und etwas weitreichendes zu erreichen.

So geht es mir auch. Wenn ich an diese tiefe Sehnsucht spüre, bekomme ich ein leichtes dumpfes ziehen unter dem Punkt, an dem sich meine Rippen in der Mitte meines Oberkörpers treffen. Dieser Punkt springt an, wenn ich Filme schaue wie King Arthur (noch die alte Version mit Kiera Knightley) oder Narnia oder Star Wars oder Slumdog Millionair….oder oder oder … Immer dann, wenn ich von Geschichten höre, in denen normale, scheinbar unbedeutende Menschen, dem Ruf ins Abenteuer Folgen.

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Photo by Gabriel Bassino on Unsplash

Ich wünsche mir so sehr, auch Teil so einer Geschichte zu sein, auch Teil von etwas größerem als mich selbst! In irgendeiner Art und Weise wollen wir das alle, sonst wären diese Geschichten nicht so erfolgreich, wie sie es sind.

Aber wenn ich mal ehrlich mit euch bin, fehlt mir oft der Mut, meine eigene Geschichte zu einer dieser Geschichten zu machen. Ich traue mich schon fast gar nicht zu glauben, dass unser Leben so etwas sein kann. Oft wird uns suggeriert: Studiere, mache eine Ausbildung, lerne etwas, damit du einen guten Job bekommst und für den Rest deines Lebens abgesichert bist. Als Deutsche, schließen wir für alles Versicherungen ab, was auch nur ansatzweise, möglicherweise, eventuell kaputtgehen könnte. Der Durchschnittsdeutsche gibt mindestens 1300 € im Jahr für Versicherungen aus. Wir sind ein Land was den sicheren Wohlstand gewohnt ist und auch anstrebt.

Klar, Sicherheit ist gemütlich. Wohlstand auch. Aber was ist, wenn unser großer, allmächtiger Gott uns nicht zum sicheren Wohlstand aufruft, in dem wir jede Minute jedes Tages für die nächsten zwanzig Jahre geplant haben. Um klar zu stellen, ich glaube, dass man das schon so machen kann, wenn man will. Aber die Frage ist: Ist das das Leben, zu dem Er uns beruft??

Ein Leben, in dem wir eigentlich alles selber in der Hand haben? Wo wir uns um unsere Einnahmen stressen. Ein Leben, in dem wir so voll geplant sind, dass ungefähr 10 Minuten – meistens vor dem Schlafen gehen – Gott nochmal „spontan“ wirken oder reden soll?

Als ich vor 3 Jahren meine Ausbildung zur Krankenpflegerin abschloss, begann ich zu arbeiten. Schon in der Ausbildung hatte ich öfters das Gefühl, dass Gott mich zum geistlichen Dienst ruft. Ich hatte nach etwa einem Jahr einen unbefristeten Vertrag in der Klinik. Ganz lange habe ich es mir nicht zugetraut, diesen Ruf zu folgen. Letztendlich hat sich der Weg, mein jetziges Studium zu beginnen, als nicht ganz unkompliziert herausgestellt. Aber in all dem hatte ich trotzdem immer wieder vor Augen, dass Gott mich dazu berufen und geführt hat….

Bis hin zu dem Punkt, wo ich das Studium antrat. Denn seitdem kamen immer wieder starke Fragen hoch: Schaff ich das? Ist es richtig, dass ich das jetzt in dieser Lebensphase mache? Kann ich als Frau in den geistlichen Dienst, auch wenn mein Mann etwas ganz anderes macht? Wie kann ich Familie und Leidenschaft am Beruf ausleben?

Gerade letzte Woche plagten mich diese Fragen extrem. Ich hatte plötzlich den Mut verloren. Ich wusste nicht mehr, für was ich das alles mache. Ich wusste noch nicht mal, ob ich das alles noch machen sollte. Noch viel weniger, ob ich das wollte.

Aber gerade dann, hatten wir in der Uni eine super interessante Vorlesung zum Thema Storytelling, in der uns die Heldenreise vorgestellt wurde. Für diejenigen die das nicht kennen, ist es ein Grundmuster bzw. ein Grundablauf wonach die meisten Mythen und epischen Geschichten verlaufen. Diese Reise ist vor allem von verschiedenen Entscheidungspunkte, Weggabelungen und Charakteren geprägt.

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Photo by Agnieszka Boeske on Unsplash

Es verläuft ungefähr so, dass der Held der Geschichte aus seinem normalen Alltag in ein Abenteuer herausgerufen wird. Er – oder in unserem Fall sie – muss diese Reise aber nicht alleine begehen, sondern bekommt meist ein Mentor zur Seite gestellt. Der Weg ist nicht immer leicht, im Gegenteil, die Reise wird an vielen Stellen sogar ziemlich steinig. Der Held aber hält durch, bis es zum absoluten Endkampf mit „dem Drachen“ – der unterschiedliche, meist innere Ängste, repräsentiert. Wenn der Kampf gewonnen ist, kommt die Heldin verändert und gestärkt davon hervor.

Was mich an dieser Vorlesung total bewegt hat, war, dass der Dozent dann sagte, dass die meisten Menschen vor der Höhle des Drachens stehen bleiben oder sogar umdrehen, was wiederum zu tiefen Gefühlen des Versagens oder der verpassten Chancen führen kann. Das hat mich erschüttert, denn genau das ist das Gefühl, was ich bekomme, wenn ich daran denke mein Studium nicht durchzuziehen. Diese Gedanken hatte einen tief greifenden Einfluss auf die Fragen, die mich nur ein paar Tage vorher regelrecht gequält hatten. Aufgrund dieser Tatsache, entschied ich mich diese Zweifel zu verbannen und mich auf das Abenteuer einzulassen, wozu mich Gott schon seit Jahren beruft.

Ich glaube, dass Gott nicht ein stickiger, staubiger Gott ist, der mich zu einem langweiligen Leben der Vorsicht beruft. Ich glaube, dass das auch für dich wahr ist! Natürlich ruft er uns auch nicht dazu auf, leichtsinnig vor uns her zu leben. Aber er ruft uns auf, ihm zu vertrauen und ein Schritt nach dem anderen, mit unserem Blick auf ihn gerichtet, aus dem Boot zu wagen. Er verspricht sogar, dass wir das gar nicht alleine machen müssen, sondern dass dieselbe Kraft, die Christus vom Tod auferstehen hat lassen, in uns lebt und mit uns geht!!

Natürlich sieht dieses Abenteuer für jeden von uns anders aus. Ich bin mir ziemlich sicher, dass keine meiner Leser*innen schon Mal einem Drachen begegnet ist oder sogar die Galaxie gerettet hat. Ich meine, wer weiß, aber das wäre mir neu. Fakt ist, das Leben ist ein ganz individuelles Abenteuer, was es zu gestalten gilt.

Also, was ist dein Abenteuer? Was bedeutet es für dich, dass Gott dich zum Abenteuer mit ihm ruft? Vertraust du ihm?

Fühle dich gedrückt und habe den Mut deine Schritte zu gehen!!
Carina

 

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Photo by Annie Spratt on Unsplash

 

Blog, Lifestyle

8 Wege deinen Ruhetag zu gestalten

Hey ihr lieben!!

Voll schön, dass du wieder da bist und wieder mal den Blog liest! Letzte Woche habe ich darübergeschrieben, warum ich mich entschieden habe, zurück zum Sabbat zu kehren. Ich habe viel darüber geschrieben was das für mich bedeutet, was ich aufhören will. Aber was ich noch nicht geschrieben habe ist, was man machen kann um diesen Ruhetag wirklich Gott zu weihen und auf Ihn auszurichten.

Im letzten Blog, habe ich darübergeschrieben, wie Gott uns den Sabbat geschenkt hat, damit wir uns vom hektischen Rausch des Alltags eine Pause haben können. Heilig heißt abgesondert und so soll auch unser Ruhetag sein! Der Ruhetag soll die Zeit für uns sein, in der wir uns extra Zeit nehmen können! Aber Zeit für was?? Zeit für dich, für Gott und für deine Mitmenschen!

Es ist interessant, wenn wir in die Bibel schauen, sehen wir wie Jesus den Sonntag verbrachte, dass er aß (Lk.14,1), heilte (Mk.3,1-4) und lehrte (Mt.12,9). Ich denke, dass wir das großzügig auf unseren Sabbat übertragen können! Wir dürfen genießen, wir dürfen Anderen Gutes tun, und wir dürfen geistlich wie auch seelisch auftanken.

Wie sieht das Packtisch aus? Hier sind ein paar Beispiele:

1.) Gehe raus!

Schnupper frische Luft. Bestaune die wunderschöne Natur, die Gott geschaffen hat! Jane Austen schrieb: „What are men compared to rocks and mountains?“ Es tut dem Mensch gut in der Natur zu sein. Studien belegen, dass wenn man in der Natur ist oder Bilder der Natur sieht, dass unsere Angst, Stress und Sorge deutlich reduziert werden und positive Gefühle hervorgerufen werden. Geh raus, mach einen Spaziergang, eine Fahrradtour oder sogar ein Picknick! Gehe und entdecke ein Ort, an dem du noch nicht warst!

Geh raus!
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2.) Verbring Zeit in Gottes Wort!

Nutze die Zeit und tauche so richtig in die Bibel ein! Nimm dir die Zeit, die du im Alltag nicht hast und verbringe sie mit Ihm. Lass ihn zu dir reden! Die stärke, die du in dieser Zeit tankst, gibt dir noch einen besonderen Boost für die nächste Woche. Such dir Lernverse aus, die du über die Woche auswendig lernst. Ließ mehr Hintergrundinformationen als in deiner üblichen Bibellese. Mach eine Wortstudie und finde verschiedene Bibelverse zu dem Thema, was dich gerade beschäftigt.

3.) Lese etwas!

Ich weiß nicht wie es dir so damit geht, aber oftmals komme ich unter der Woche selten zum Lesen. Es gibt so viele Bücher, die ich gerne lesen würde, aber ich habe in meinem Alltag leider einfach wenig Zeit dafür. Deshalb eignet sich der Ruhetag perfekt, auf diesem Gebiet ein bisschen nachzuholen! Außerdem kann man es sich so unglaublich gemütlich auf dem Sofa machen und dazu einen Tee oder Kaffee trinken.

4.) Iss etwas Leckeres!

Auch für das ausführliche Kochen haben wir in unserem Alltag oft nicht die Geduld oder Zeit. Wenn Kochen etwas ist, was dir Spaß macht, dann kaufe am vorherigen Tag all das ein, was du für eine hammer Mahlzeit brauchst. Gönn dir mal Zutaten, die du normalerweise vielleicht nicht gekauft hättest. Probiere das Rezept aus, was du schon seit Ewigkeiten aufhebst und lass es dir so richtig schmecken.

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5.) Pflege Gemeinschaft!

Und nimm dir so richtig Zeit! Lade jemanden zu dir ein oder gehe jemanden besuchen. Ähnlich wie die Zeit in der Natur, tut es einfach gut. Gemeinschaft verbannt Einsamkeit. Im Alltag bin ich oft gehetzt. Ausgiebig Zeit habe ich selten. Umso schöner ist es, wenn ich an diesem freien Tag mir die Ruhe gönnen kann, Zeit mit meinen Herzensmenschen zu verbringen! Oft planen mein Mann und ich nochmal einen Spieleabend oder gehen zu einem wöchentlichen Filmabend mit Freunden.

6.) Bete an!

Wie du es tust, ist egal! Wenn du musikalisch bist und dabei Freude hast, dann mache Musik um zu Gottes ehren. Wenn du eher kreativ bist, dann nimm dir die Zeit dich in einem künstlerischen Projekt auszutoben. Manche von euch machen auch gerne Bibel-Art-Journaling und haben unter der Woche nicht so viel Zeit dafür. Setzte dich doch nachmittags hin und genieße die Freiheit, so zu Ruhen. Rede mit Gott. Schreib ihm ein Brief oder gehe Spazieren und rede so mit ihm. Mach eine Liste von Dingen für die du jeden Sabbat besonders für beten kannst. (Führe dann vor allem auch eine Liste von Dingen und Situationen, wo Gott deine Gebete erhört hat!

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7.) Ermutige jemanden!

Wer kommt dir in den Sinn, wenn du an jemanden denkst, der krank, trauernd oder alleine ist? Kannst du diese Person ermutigen? Ihr vielleicht eine Mahlzeit bringen? Sie besuchen oder eine Postkarte schicken? Mach das! Jesus hat am Sabbat Menschen geheilt und befähigt uns auf verschiedene Art und Weise, den Menschen in unserem Umfeld ein bisschen Heilung zu bringen. Es tut uns gut, mal den Blick von uns weg, auf andere zu richten.

8.) Ruhe!

Wieder andere sind in ihrem Alltag so busy, dass sie einfach mal ein bisschen Ruhe brauchen. Dann genieße einen erholsamen Mittagsschlaf! Wichtig ist, dass du diese Zeit nicht noch zusätzlich mit Freizeitstress zuknallst, sondern dass du sie wirklich nutzt, um zur Ruhe zu kommen. Das heißt, dass du mal keine Hausarbeit machst, dass du mal nichts für die Uni machst, oder sonst irgendeinen Freizeitstress nachjagst, sondern dass du einfach mal sein kannst. Entscheide dich doch mal an diesem Tag eine Pause von Social-Media und WhatsApp zu nehmen. Als wir uns mehr mit dem Sabbat auseinandersetzen, beschlossen mein Mann und ich einmal die Woche für 24 Stunden unsere Handys auszuschalten und einfach mal in dem Moment zu leben. Diese Ruhe tut einfach so gut!

Das sind alles Vorschläge! Natürlich musst du es nicht genau so machen. Ich glaube, dass man durch die verschiedenen Ideen, ein grobe Vorstellung davon bekommt, wie man diesen besonderen Ruhetag in der Woche so gestalten, damit er das bewirkt, wofür er geschaffen worden ist. Es soll definitiv nicht zu einem gesetzlichen Zwang für dich werden. Vielmehr will ich dich heute dazu herausfordern, dich darauf einzulassen und dir wirklich einmal in der Woche die Zeit einzuräumen, dir und anderen etwas Gutes zu tun. Wie ER es eigentlich vorgesehen hat.

Fühl dich gedrückt!
Carina

 

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Warum ich mich entschied den Sabbat zu heiligen

Das steht doch in der Bibel, dass man den Sabbat heiligen soll. Warum muss man sich denn dafür entscheiden?? Tja, darum soll es heute gehen. Aber erstmal ein paar Grundlagen:

Was ist denn der Sabbat?

Der Sabbat ist einer von sieben Tagen, an dem Gott ruhte, nachdem er die Welt erschuf. Als er später Mose die 10 Gebote gab, sagte Er ihm: „Denke an den Sabbat als einen Tag, der mir allein geweiht ist! Sechs Tage sollst du deine Arbeit tun, aber am siebten Tag ist ein Ruhetag, der mir, dem HERRN, deinem Gott gehört. An diesem Tag sollst du nicht arbeiten… Denn in sechs Tagen habe ich, der HERR, den Himmel, die Erde und das Meer geschaffen und alles, was lebt. Aber am siebten Tag ruhte ich. Darum habe ich den Sabbat gesegnet und für heilig erklärt.“ (2. Mose, 8-11)

Ich bin auch ganz stark der Überzeugung, dass Gott nicht den Sabbat schuf, um uns Erdenbürger dazu zu zwingen ihn, an diesem Tag, endlich mal anzubeten und in die Kirche zu gehen. Ich denke, dass Gott diesen Tag schuf, weil er weiß was wir brauchen und was uns guttut! Ich bin überzeugt dass er uns diese Richtlinien gibt, um uns zu ermöglichen in ganzer Fülle zu leben.

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Wie sieht mein Leben ohne Sabbat aus?

Jetzt bevor ich als ultra-Fundi* abgestempelt werde, habe ich mal eine Frage: Wie oft hetzt du durch dein Leben? Wie oft ist jede Minute deines Lebens getaktet und du weißt ganz genau was du in vier, fünf vielleicht sogar sechs Wochen machen wirst? Gerade heute habe ich die Phrase gehört: „Ja! Lass uns einen Termin festlegen. Mein Juni füllt sich jetzt schon auf.“

Oftmals sind wir so beschäftigt, dass wir von Termin zu Termin hetzten. „Sorry, ist bei mir gerade alles ziemlich voll!“, vertrösten wir unsere Freunde und wundern uns, warum unsere Beziehungen immer flacher werden. „Du, ich kann gerade nicht, ich muss noch weiter!“ Sagen wir und übersehen, dass die Person vor uns gerade ein offenes Ohr wirklich gebraucht hätte.

Wir würden gerne so viel bewegen, etwas starten und die Welt verändern. Aber wie geht das, wenn wir oft zu busy sind, um uns mal ausführliche Gedanken zu machen? Wie können wir die Kraft für neue Projekte aufbringen, wenn wir ständig müde sind? Wie können wir auf originelle Gedanken kommen, wenn wir ständig unseren Kopf zuschütten und nur noch weißes Rauschen hören?

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Leute, es geht mir auch so. Und zwar nicht nur ein bisschen. Oft habe ich das Gefühl in Terminen zu ertrinken, und obwohl diese Termine meist mit Menschen sind, habe ich trotzdem keine Zeit für wahre menschliche Begegnung. Mir wachsen die unbeantworteten Nachrichten über den Kopf. Der Stress der unerledigten Dinge in meinem Leben, hält mich nachts wach. Ich habe das Gefühl, in einem Zug zu sitzen, der mit 210 km/h auf eine Betonmauer zu prescht. Ich. MUSS. Aufhören. Soviel ist mir klar. Aber wie?

Als ich mich in letzter Zeit mehr damit beschäftigte, merkte ich, wie ich mich nach einer Ruhe sehnte, die ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr erlebt habe. Ich bildete mir ein, dass das Busy-Sein zum Erwachsensein dazu gehört. Viel tun. Viele Leute treffen. Dann fühle ich mich sinnvoll.

Schnell merke ich, wie die Wochen und vor allem auch die Wochenenden sich füllen. Die Zeit, die man eigentlich hätte, um sich von den vollen Wochen zu erholen schwindet. Wenn wir dann mal am Wochenende zu Hause sind, versuchen wir meistens all das zu erledigen, was davor liegen geblieben ist. Irgendwann muss man es ja schaffen.

Sonntags?

Obwohl der Sonntag nicht unbedingt mein Sabbattag sein muss, ist es der, der am meisten damit verbunden wird. Aber gerade wenn man viel in der Gemeinde engagiert ist, ist selbst der Sonntag kein Sabbat.

Morgens gehe ich halb-gehetzt in die Gemeinde (Kirche). Nach dem Gottesdienst, bei dem ich mich oft vor lauter Gedanken an die nächste Woche, kaum konzentrieren kann, renne ich von einer Person zur nächsten um noch offene Fragen aus der Vorwoche zu klären oder für Events der nächsten Woche zu planen. Auch da kann ich gedanklich kaum bei dem einen Gespräch bleiben, bevor die nächste Person vorbei kommt um mir auch nochmal eine Anfrage zu stellen. Dann, wenn wir so ziemlich die letzten sind, machen wir uns auf den Heimweg. Gegen 14:00 fangen wir dann an zu kochen, sodass wir dann erst gegen 15:00 essen. Danach, oder vielleicht schon zum Mittag haben wir Gäste da, und Abends am besten noch ein Filmabend bei Freunden.

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An sich ist das alles überhaupt nichts Schlimmes und ich freue mich immer wenn ich mich mit Freunden treffen kann. Aber oftmals können sich auch diese Treffen wieder anfühlen, als würde ich von einem Termin zum nächsten leben. Es fühlt sich so an als hätte man keine Zeit und kein Raum für Intentionalität.

Warum Sabbat?

Ich will nicht von meinem Leben gelebt werden, sondern ich will mein Leben leben. Deshalb entschied ich mich, mich mehr mit dem Sabbat auseinander zu setzten. Wenn du auf irgendeine christliche weise sozialisiert worden bist, hast du vielleicht schon Mal gehört, dass einige sich entscheiden keine Arbeit (ob Schul- oder Uni- oder sonstiges) am Sonntag zu tun. Ich glaube aber, dass der Sabbat weit darüber hinaus geht ob man nicht arbeitet oder gar einfach den ganzen Tag schläft. Ich glaube, dass der Sabbat weniger um physiologisches Ausruhen geht, als um seelisches Auftanken und Zeit in Gottes Gegenwart zu verbringen. Shelly Miller sagt: „Beim Sabbat geht es nicht darum auf perfekter Weise zu ruhen, sondern in dem zu ruhen, der Perfekt ist.“

Das will ich lernen. Das heißt nicht, dass ich nichts mehr machen kann, oder voll eingeschränkt werde. Auch nicht, dass ich mich nicht mehr mit Freunden treffen kann oder sonst auch andere coole Dinge machen darf. Aber er heißt, dass ich mich aktiv entscheiden darf! Ich darf ruhen. Ich darf mir Zeit nehmen, ohne das Gefühl zu haben, etwas verpasst zu haben oder nicht genug erledigt zu haben. Ich darf aber auch die Freiheit haben, mich mit Freunden zu treffen und Gemeinschaft mit ihnen zu haben.

Worum geht es beim Sabbat?

Ich möchte diese Zeit, einmal die Woche, wirklich neu ausrichten, auf Ihn, der sie mir geschenkt hat. Ich möchte zur Ruhe kommen. Schon in den paar Wochen, in denen ich das bereits probiert habe, merke ich, was für ein Unterschied das in meiner Woche macht! Ich habe mehr Kraft und mehr Ausdauer um in der Woche durch zu starten. Ich habe mehr Gelassenheit in den Dingen standhaft zu bleiben die mich stressen. Dieses wöchentliche Ausrichten auf Gott macht mir immer wieder neu bewusst, wer eigentlich mein Leben in der Hand hat. Er möchte, dass es uns gut geht, weil Er weiß was gut für uns ist. Er will, dass wir mit offenen Augen und Herzen durchs Leben gehen können, die wunderbare Welt um uns herum sehen, ohne vom einen zum anderen gehetzt zu werden.

Im nächsten Blogeintrag werde ich darüber schreiben wie man diesen Tag für sich gestalten kann. Die Woche danach möchte ich darüber schreiben, wie wichtig ein Rhythmus für unser Leben ist. Mir ist wichtig, dass es nicht als weiteres Verbot oder Gesetz verstanden wird. Jeder ist unterschiedlich und hat unterschiedliche Bedürfnisse, was Ruhe angeht.

In Gottes Wort steht, dass der Sabbat geheiligt werden soll. Was bedeutet es, wenn etwas für Heilig erklärt ist? Es bedeutet das etwas abgesondert oder anders ist. Einer der sieben Wochentage soll anders sein, als die anderen. Deshalb muss jeder sein eigenes Leben anschauen. Wie sieht dein Alltag aus? Was kannst du an einem Tag der Woche machen was mal eine Abwechslung zum Alltagsstress ist?

Gott hat dich geheiligt, durch seinen Sohn, weil er Dich liebt. Also Lebe in der Freiheit eines geheiligten Lebens!

Fühl dich gedrückt!
Carina

*Fundamentalist

Allgemein, Blog, Sorgen/Angst

Furchtlos: 4 Wege deine Angst neu auszurichten

Als ich darüber nachdachte, worum es in dieser Woche gehen soll, lag mir das Thema Angst sehr auf dem Herzen. Obwohl wir in der Post-Aufklärung leben, einer Zeit voller Informationsflut und ständiger Verbundenheit, ist Angst ein riesiges Thema! Vielleicht gerade deswegen? Vor allem in den USA, aber auch immer mehr in Deutschland, belagern Angst und Besorgnis (engl. Anxiety) die Menschen um uns herum.

Was ist Angst? Sie umgibt uns auf allen Seiten. Sie rauscht auf uns ein. Sie hält uns wach. Sie lähmt uns und lässt unsere Gedanken kreisen. Die Angst gibt es in allen Größen und in allen Lebenslagen. Manchmal drückt sie sich eher als Sorge aus. Manchmal sogar auch als Zorn. Aber letztendlich scheint sie uns die Macht über uns selbst zu nehmen.

Als Christ hab ich manchmal schon ein schlechtes Gewissen, wenn mich die Sorgen mal wieder überkommen. Sollte ich nicht so langsam begriffen haben, dass Gott mich nicht im Stich lässt? Sollte ich nicht so langsam von seiner Vorsorge überzeugt sein? Mit Fearless auf meinem Arm gestempelt und „Fürchte dich nicht…“ in der Bibel verewigt, warum fällt es mir dann so schwer, in diesem Bewusstsein zu leben?

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Aber nicht nur ich und du als einzelne, haben Angst! Auch unsere Gemeinden leben oft in Angst und Sorge! Sie haben Angst, Menschen zu verlieren. Sorgen, dass nicht genug Geld da ist. Angst etwas falsch zu machen… Oftmals hindert uns das, voran zu gehen und mutige Entscheidungen zu treffen und Schritte zu gehen. Ob jetzt in Gemeinden oder in unserem eigenen Leben!

Man ist schnell dabei zu sagen, dass Angst etwas schlechtes ist. Ich habe aber mal gehört, dass alle Emotionen die wir haben, nicht schlecht sind, sondern nur falsch orientiert sind. Gott schenkt uns jeden unserer Emotionen für einen bestimmten Zweck, und zwar uns auf ihn auszurichten. Vor einiger Zeit habe ich einen sehr interessanten Podcast zu diesem Thema gehört, der mich neu über das Thema hat nachdenken lassen.

Mal ganz nüchtern betrachtet definiert Matt Lanz (aus dem Podcast) Furcht oder Angst als eine emotionale Reaktion auf Umstände, die außerhalb unserer Kontrolle sind und uns das Gefühl geben, dass wir dadurch ein Schaden davon tragen könnten. Diese emotionale Reaktion führt uns dazu, Rettung zu suchen. Etwas zu suchen, was größer oder stärker als unsere Angst ist oder sie auf anderer Art und Weise vertreiben kann. Was wir in diesem Fall aufsuchen kann ganz unterschiedlich sein. Ob du Angst hast alleine zu sein und deshalb sofort dein Handy zuckst, sobald du niemanden auf der Party hast, mit dem du sprechen kannst. Oder ob du zum Kühlschrank schleichst, sobald der Prüfungsstress zu viel wird. Oder vielleicht gehst du sogar bestimmten Beziehungen aus dem Weg, weil du Angst hast, verletzt zu werden.

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Gott hat uns unsere Angst gegeben, um wiederum auch unseren Retter zu sein! So herrlich und wunderbar ist seine Liebe! Doch unsere Angst zeigt uns oft was wir glauben, mächtiger zu sein, als Gott selbst. Denn wenn uns wirklich Gottes Allmacht bewusst ist und wir wissen, dass Jesus, Sohn Gottes, alle Tage bei uns ist – wen müssen wir dann noch fürchten?

Was ich an dieser ganzen Sache aber so wunderbar finde ist, dass Jesus uns nicht für unsere Angst verurteilt. Er macht uns nicht noch ein weiteres schlechtes Gewissen, warum wir in diesem Fall ihm nicht vertrauen oder sogar glauben. Im Gegenteil, mit seiner sanften Hand nimmt er dein Kinn und lenkt deinen Blick auf sein Gesicht. Schaue mich an meine wertvolle Tochter. Hab keine Angst, ich bin bei dir. Schaue, wie ich das – was dir gerade Angst macht – zurechtweise und vernichte.

So, nun haben wir manchmal aber einfach Angst. Wir wissen nicht wie es weitergehen soll nach der Schule oder dem Studium. Wir wissen nicht, ob die von uns geliebten Personen wieder gesund werden. Es gibt vieles, was uns Angst machen kann, aber was können wir in diesen Situationen machen?

1. Schaue weg von deiner Angst und hin zu Jesus.

Komme vor ihm. Er wartet schon auf dich. Sag ihm, was dir Angst macht, was deine Befürchtungen sind. Sag ihm, wo du unsicher bist, ob er handeln wird. Wenn du gerade nicht beten kannst, dafür aber singen, dann tue das! Ich kann mich an so manche gruseligen und dunklen Fahrradfahrten erinnern, durch die ich mich durch gesungen habe. Für manche ist weder beten noch singen möglich. Dann höre Lobpreis, höre wie andere Gottes Herrlichkeit und Größe preisen!
Und vor allem lese sein Wort! Unten habe ich ein paar Verse voller Zuversicht zusammen gefasst, die du dir schnell anschauen kannst, wenn Sorgen oder Angst dich überfallen.

verse um gegen Angst anzukämpfen!

2. Mach dir Gottes Gegenwart bewusst.

Der Trick bei dem ersten Schritt ist, dass du dir langsam wieder bewusst machen kannst, mit welchem großem Gott du es zu tun hast!! Mit diesem großen Gott hast du einen ganz persönlichen Zugang. Er hört die Sorgen deines Herzens! Er erhört dein Gebet. Er, der allmächtige König über Himmel und Erde, wendet sich dir auf persönlicher Ebene zu und verspricht nie von deiner Seite zu weichen. Nimm dir eine Minute Zeit, diese Realität in deinem Herzen zu verankern. Und wenn dir das alles bewusst geworden ist, dann nimm den Zuspruch von den obengenannten Versen und widerspreche deine Angst und weise sie in die Schranken!!

3. Suche Gemeinschaft.

Mach es nicht alleine!! In manchen Momenten sind wir von unserer eigenen Angst so gelähmt, dass wir gar nicht das Gefühl haben, unseren Blick auf Jesus richten zu können. Manchmal kann man einfach nicht beten und unsere Gedanken schweifen beim Bibellesen. Manchmal nervt uns auch Lobpreis-Musik! Ja, aber genau in diesen Augenblicken brauchen wir Freunde die uns beistehen und für uns beten. Manchmal mit uns zusammen, aber auch einfach von der ferne.

Wir brauchen Mitkämpferinnen im Glauben. Aber sie können auch nur dann gut für uns kämpfen, wenn sie Zugang zu unseren Ängsten haben. Ein weiterer wichtiger Punkt: Gib deinen Freundinnen Zugriff zu deinem Innenleben. Lass sie in dein Leben rein sprechen und dich auf deine blinden Flecken aufmerksam machen! So können sie manchmal auch Ängste aufdecken, die in deinen hinteren Ecken lungern und unbewusst deine Sorge steuern.

4. Sei mutig!

Mut ist das Ergebnis davon, wenn du deine Rettung in etwas Standfestes und unerschütterlich findest. Die einzig wahre, ewig standfeste und unerschütterliche Rettung ist Jesus. Wenn wir das wenn wir unsere Errettung in Ihm suchen, finden wir wahre Freiheit, mutige Schritte zu gehen!

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Photo by Sammie Vasquez on Unsplash

Ich finde, dass diese Schritte für alle gelten, ob einzelne Menschen oder ganze Gemeinden. Es kommt letztendlich auf die Frage an: Wer glauben wir, ist am mächtigsten?

Klar, es ist nicht immer mit einem Gebet getan. Aber ich versichere dir! Wenn du dich kontinuierlich Gottes mächtigen und liebevollen Gegenwart aussetzt, ist Er treu und gerecht. Er lässt dich nicht im Stich! Traue dich ihm zu vertrauen!

Fühl dich gedrückt!!

Carina

P.S. Ab nächster Woche verschiebt sich die Blogpost-Veröffentlichung auf mittwochs mittwochs! Aber weiterhin einmal die Woche!

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Schaufenster Christentum: Wie wir als Christen nach dem perfekten Leben streben

Hey Ladies!!

Ich freue mich riesig, dass du wieder da bist! In den letzten zwei Wochen ist mir ein interessantes Phänomen aufgefallen, über dass ich heute schreiben möchte. Es war spannend zu beobachten, wie ganz unterschiedliche Menschen auf die letzten beiden Artikel reagiert haben. Viele haben sich darüber gefreut, dass ich mal etwas angesprochen habe, was schon lange im Verborgenen lag. Andere machten sich Sorgen, ob ich irgendwelche Nachwirkungen erfahren würde, da ich so persönlich von meinem Leben berichtet habe. Wieder andere waren erleichtert, dass sie nicht die Einzigen mit diesem Kampf waren.

Das hat mich zum Nachdenken angeregt – Stimmt eigentlich, könnte dies Folgen für mich haben? Was könnte passieren, wenn jetzt „alle“ meine ganz geheime Sünde so offenbar sehen können? Wisst ihr, zu welchem Ergebnis ich kam? Es kann mir erstmal gar nichts passieren, denn indem es ans Licht gebracht wurde, ist der Sünde die Macht genommen worden. Wie kann mich das also im Nachhinein schädigen? Gar nicht. Denn es ist kein Geheimnis mehr, dass ich mit ganzer Mühe zudecken muss. Aber dann habe ich weiter gedacht: Warum habe ich das Gefühl diese Sache so stark verstecken zu müssen?

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In einem Gespräch, dass ich mit einer Person nach dem ersten Artikel hatte, erinnerte ich mich an ein Zitat von Jefferson Bethke – einem bekannten Poetry-Slammer und Autor: „[Die Kirche] ist nicht ein Museum für die Heiligen, es ist ein Krankenhaus für die gebrochenen.“ Eine Idealvorstellung. Aber wie oft sehen wir das verdreht? Wie oft tun wir so, als wären wir als Christen in einem perfekt inszeniertem Schaufenster. Selbst wenn wir als Christen unter uns sind, sind es oft unsere Masken die uns voneinander trennen. Der Druck wird höher, die Anstrengung größer, das vermeintlich perfekte Leben – ohne dreckige Sündenflecken – zu leben. Aber warum eigentlich? Warum setzten wir uns selbst bzw. einander gegenseitig so unter Druck?

Eigentlich sollte es doch gerade uns bewusst sein, wie sündig wir sind und wie sehr wir Jesus Gnade in unserem Leben brauchen. Deshalb entscheidet man sich schließlich in Abhängigkeit von Jesus zu leben. „Insgeheim“ wissen wir doch alle, wie oft wir schuldig werden und nicht mehr Gottes Herrlichkeit wiederspiegeln… Warum ist es dann so schwierig, dass vor einander zuzugeben?

Ein peinlicher Versuch mein Christliches Gesicht zu wahren…

Ich habe dieses Phänomen, dass Christen – wenn sie unter sich sind – meist unbewusst versuchen, sich einander von ihrer Heiligkeit zu überzeugen, schon öfters beobachtet. Ein eher witziges Beispiel habe ich erlebt, als ich mit 20 Jahren an einer Kurzbibelschule der Fackelträger war. Eines Abends wollten wir einen Filmabend machen und entschieden uns für den Film Grease, einem Kult-Musical das in den 50er Jahren spielt. Dieser Film handelte von den üblichen Highschool Themen: Liebe, Cliquen und Coolness.

An sich, ist dieser Film relativ harmlos, keine Sex-Szenen und kein Gefluche, nichts was dem üblichen Zuschauer, im Jahr 2011, die Augenbraue hochziehen lassen würde. Die meisten von uns hatten den Film schon einmal vor unseren „frommen“ Bibelschultagen gesehen. Doch als wir ihn jetzt zusammen schauten, fühlten wir uns plötzlich alle ertappt, dass wir so was „versautes“ angeschaut hatten. Ich weiß noch wie wir uns peinlich darüber austauschten, dass wir uns gar nicht mehr daran erinnert hatten, dass der Film ja so „versaut“ war! (Selbst jetzt beim Schreiben verdrehen sich meine Augen….)

Wenn ich jetzt an diese Erinnerung denke, muss ich einfach nur lachen! Was für ein Quatsch!! Aber, damals war ich auf jeden Fall dabei. Ich habe diese Gespräche geführt, dass ja niemand denke ich sei zu weltlich… Verrückt. Hätten wir uns jedoch, außerhalb dieser frommen Glocke – einfach so – für einen Mädels Abend getroffen, hätte keine Einzige von uns noch so christlichen Mädels Bedenken gehabt, diesen Film zu schauen. Aber irgendwas an dieser Kombination von wirklich wohlwollenden, frisch-ausgebildeten Christinnen, führte dazu, dass wir überdimensional versucht haben, unser christliches Gesicht zu wahren.

Jesus hat uns von Angst frei gemacht!

Es soll jetzt nicht darum gehen, was man als Christ schauen oder nicht schauen sollte. Aber ich bin mir sicher, jeder von euch kennt eine so oder so ähnliche Situation, wo man mit anderen Christen zusammen ist und das Gefühl hat, nicht mehr ehrlich sein zu können. Entweder aus Angst, vor peinlicher Betretenheit oder sogar aus Angst vor Verurteilung. Was ein trauriger zustand! In einem seinem Lied 10 Feet Down rappt NF: „Die Kirche ist wo ich Jesus fand, aber auch wo ich lernte [andere] zu richten.“ Obwohl das vielleicht eine überspritzte Aussage ist, denke ich, dass viele diese Aussage nachvollziehen können. Leute, das müssen wir ändern!

Natürlich gibt es eine gesunde Distanz und man muss nicht jeder Person sein Herz ausschütten, mit welchen Bereichen man gerade kämpft oder was einem gerade beschäftigt. Bei manchen Dingen ist es sogar weiser, unter vier Augen mit einer guten Freundin darüber zu sprechen. Wichtig ist mir nur, dass darüber gesprochen wird! Mit anderen Dingen habe ich es schon so oft erlebt, dass Gott da coole, gute, heilsame Gespräche entstehen lassen hat, wo ich es gar nicht unbedingt erwartet habe, einfach nur dadurch, dass ich mein eigenes Herz oder jemand anderes ihr Herz geöffnet hat.

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Photo by Dani Vivanco on Unsplash

Diese Momente sind besonders einzigartig, aber auch sehr zerbrechlich. Es ist schwer Menschen hinter die Kulissen schauen zu lassen, vor allem dann, wenn von vorne alles perfekt ausschaut. Deshalb plädiere ich an euch liebe Leserinnen!! Seid ehrlich mit den Menschen um euch herum. Hört damit auf, immer ein perfektes Christenbild präsentieren zu wollen und noch viel mehr, hört damit auf, euch den Druck zu machen ein perfektes Bild präsentieren zu müssen! Das macht dich authentisch und nahbar. Ich weiß nicht, aber es fällt mir viel einfacher mit einer Sache umzugehen, wenn ich weiß, dass ich nicht die Einzige bin die damit Probleme hat!

Als Christinnen haben wir die aller größte Freiheit zuzugeben, dass wir immer wieder nicht perfekt sind. Denn da wo wir merken, dass wir die Perfektion immer wieder im Vorbeigehen streifen, aber sie nie völlig erreichen werden, realisieren wir, wie sehr wir auf Jesus Liebe und Vergebung  angewiesen sind. Je mehr wir diese Realität für uns persönlich annehmen, desto mehr Freiheit haben wir, unseren Soul-Sisters in Liebe und Authentizität zu begegnen und aktiv unsere perfekten Masken fallen zu lassen.

Lasst uns aufhören, der Welt vermitteln zu wollen, dass unser Leben immer glatt läuft. Lasst uns den Mut haben, uns voreinander verletzlich zu machen und zuzugeben, wie sehr wir alle Jesus brauchen.

Denn nur indem wir als Christen Lernen, zu unserer durch Jesus vergebenen Menschlichkeit zu stehen, kann unsere wahre Freiheit zur Authentizität entstehen.

Fühl dich gedrückt,

Carina

I stand out because I wear my Garbage. -NF