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Gottes Züge fahren spätestens Pünktlich

Gottes Züge fahren spätestens pünktlich. 

Tun sie das? Immer?

Heute will ich euch davon erzählen wie ich immer noch auf diesen Zug warte.

Wie viele von euch wissen habe ich mein Praktikum in Berlin verbracht. Während dieser Zeit habe ich mich in die Stadt verliebt. Nach einiger Zeit haben mein Mann und ich uns zum Dienst in Berlin berufen gefühlt. Wir wollten diesem Ruf folgen. JD, der sein Master im Sommer abgeschlossen hat, und jetzt bis Ende Dezember ein Job als Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei seiner Hochschule hatte, fing an sich zu bewerben. Vorstellungsgespräche kamen und gingen. Eine Firma zeigte auch ernstes Interesse. November würden sie Bescheid sagen, haben sie gesagt. November verging und sie vertrösteten uns auf Dezember, dann auf Januar und jetzt auf Februar. „Wir wollen dich, aber es muss noch dies oder das passieren.“ 

Ich glaubte bis tief in den Dezember hinein: Wenn das Gottes Wille ist, dann rufen sie sicherlich morgen an!Wenn uns Gott doch nach Berlin beruft, würde er uns doch nicht so auf dem trockenen sitzen lassen.“

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Sie riefen nicht an.

Aber wenn Gottes Züge spätestens pünktlich fahren und dieser Zug anscheinend nicht kommt, bevor wir nicht das Harzer leben ausprobiert haben. Was bedeutet das für unsere Berufung? Haben wir uns verhört? Ehrlich gesagt, habe ich mich dafür geschämt. Allen hatte ich gesagt: „Gott will uns in Berlin!“ Doch für mich fühlte es sich an, als würde Gott uns hängen lassen. Ich hatte Angst versagt zu haben, weil ich alles auf diese Karte gesetzt habe. 

Ich war verunsichert und enttäuscht.

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Als ich einer Freundin davon erzählte, wie ich mich fühlte, sagte sie: „Wir haben als Christen heutzutage vergessen, dass Warten zu Berufungsgeschichten dazu gehört. David wurde nicht sofort König. Mose war auch erst in der Wüste, bevor er sein Volk aus Ägypten führte.“ 

Stimmt. Gott ist auch im Warten da. 

Doch Gott lässt es nicht nur dabei. Er schenkte immer wieder neue Ermutigungen. Wir steckten gerade mitten in der Adventszeit. Eine Zeit voller Warten auf Gottes Gnade!

Das Thema Warten verfolgte mich weiter durch mehrere Predigten und begegnete mir immer wieder, auf ganz unterschiedliche Weise. Gott zeigte mir ganz klar: Wir befinden uns in einer Wartezeit. 

Bin ich bereit im Warten im zu vertrauen? Kann ich ihm vertrauen, dass er uns finanziell versorgen wird, dass er zur richtigen Zeit die richtige Stelle schenken wird?

Es ist irgendwie Cliché, aber für mich war es wirklich so, als strecke mir Gott persönlich seine Hand entgegen und fragt mich: „Vertraust du mir?“

Photo by Billy Pasco on Unsplash

Zu diesem Zeitpunkt hörte ich eine Predigt von Rick Warren in der er sagte: „Oftmals sagen wir, wir vertrauen auf Gott und zittern dabei aber am ganzen Leib. Doch wir sind zum mutigen Vertrauen berufen“ Es war in diesem Augenblick, dass ich mich dafür entschied, dass ich mich nicht mehr für das Warten schämen werde. Ich entschied mich zu glauben und zu vertrauen, dass Gott weiß was er tut und dass seine Wege gute Wege sind. Das bedeutete nicht, dass ich nicht auch immer wieder Angstanfälle bekam, aber es bedeutete, dass ich wusste, wo ich damit hingehen konnte, wenn sie kamen. 

Wenig hätte mich für den Segen vorbereiten können, der im Januar auf uns zu kam. Ja JD musste auf Harz-IV zurück fallen. Ja, wir hatten noch keine Zusage für die neue Stelle. Die haben wir immer noch nicht. Aber Gott hat jeden Tag genutzt um seine Güte uns zu zeigen und dass über jedes Maß hinaus.  Da wo Geldsorgen waren, hat er uns versorgt. Wir hatten im Januar so viel Zeit, wie wir sie schon seit Jahren nicht mehr hatten, um völlig aufzutanken. Es war wie ein unerwarteter Sabbat Monat, in dem wir in unserer Ehe investieren durften und in unseren Beziehungen zu Jesus nochmal ganz neu wachsen durften. Gott nutzte die Fülle an Zeit, um mir zu zeigen, was für ein liebevoller Gott er ist. Wie er uns nachgeht und uns mehr beschenkt, als wir es jemals auch nur erahnen konnten. Ich erlebte diese unverhoffte Wartezeit als eine Ruhe- und Rüstzeit und bleibe gespannt, was er die nächsten Monate alles für uns bereithalten wird.

Ich halte daran fest und das darfst du heute auch! Egal was passiert und egal wie anders Gottes Pläne letztendlich sind als das was wir uns vieleicht im vorhinein vorgestellt haben, er ist da und er lässt uns nicht im Stich und sein Zeitplan ist perfekt. 

Also ihr lieben, Fühlt euch gedrückt und bis nächste Woche!!

Eure Carina

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