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Wie ich meine Bibel lese​

Hey Ladies!!

Vor ein paar Wochen habe ich auf Instagram ein Bild von meiner neuen bunten Bible-Study Methode gepostet. Daraufhin wurde ich gefragt, ob ich nicht diese Methode in einen meiner Blogposts erläutern könnte.

Diese Methode ist nicht meine originelle Idee, ich habe sie von einer amerikanischen Bloggerin von SoulScipts gelernt.

Was mir zu Beginn besonders daran gefiel, war, wie bunt die Bibel dadurch wird! Je mehr ich es aber machte, merkte ich, wie ich tiefer in meine Bibellese eintauchen konnte, als ich es schon seit einer langen Zeit machen konnte!!

Besonders geeignet für diese Methode sind Bibeln mit einem breiten Rand. Aber wie man in dem Bild unten sieht, ist das gar nicht unbedingt notwendig. (Obwohl es das ganze vielleicht ein bisschen ordentlicher machen könnte.)

Vorsicht: Dieser Post geht nicht an diejenigen unter uns die, mit Bleistift und Lineal, Schlüsselverse vorsichtig unterzeichnen. Diese Methode geht an die Ladies (und vielleicht auch Gentlemen) die, auf English: Want to get their hands dirty in the Word!

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1.   Schritt

Such dir ein Buch in der Bibel aus, was du gerne Lesen willst. Egal welches. Obwohl, wenn du diese Methode mal ausprobieren willst und nicht gleiche eine große Verbindlichkeit eingehen willst, würde ich dir raten, zum Angang ein kürzeres Buch zu nehmen.

Also, nachdem du ein Buch ausgesucht hast, fang vorne mit dem ersten Kapitel an. Lies das ganze Kapitel einmal durch, versuche nicht schon beim ersten Lesen, irgendwo hängen zu bleiben, sondern lass es erstmal so stehen. Das hilft mir oft erstmal den Überblick und den Kontext zu begreifen.

2.   Schritt

Nachdem du das ganze Kapitel gelesen hast, gehe nochmal zum Anfang und ließ nochmal. Langsam. Vers für Vers, Satz für Satz, manchmal sogar Wort für Wort. Wenn du an einem Vers hängen bleibst, ließ ihn nochmal; erlaube ihn, mit dir zu sprechen.

Ich lese den zweiten Durchgang gerne schon mal mit Stift in Hand. Ich habe das Gefühl, dass ich dann aufmerksamer bei der Sache bleibe. Wenn mir etwas besonders auffällt, unterstreiche ich es. Manchmal, nachdem ich etwas unterstrichen habe und noch besondere Worte hervorheben möchte, kreise ich sie nochmal ein.

3.   Schritt

Wenn ich einen bestimmten Punkt oder eine Idee in einem Vers betonen will, dann schreibe ich sie an den Rand. Dort mal ich ein Kasten drum und ein Strich zu dem unterstrichenem Vers. Sowohl den Kasten als auch die Linie und manchmal sogar auch den Vers, male ich mit einem Textmarker nach. Am Anfang musste ich mich voll überwinden so kreuz und quer in meiner Bibel rumzukritzeln, aber letztendlich kann man die Worte immer noch lesen und es hilft mir bei den vielen Farben den Überblick zu behalten, welche Notiz zu welchem Vers gehört.

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Am Rand kann ich alles notieren, was mich an dem Text anspricht:

  • Womit struggle* ich gerade?
  • Worauf will Gott mich aufmerksam machen?
  • Was kann ich davon mit in den Alltag nehmen?
  • Wo macht Gott mir nochmal ganz besonders Zusagen, die mir vorher vielleicht nicht so bewusst waren?
  • Was lerne ich durch diesen Vers?

4.   Schritt

Zum Schluss, wenn ich dann eine oder zwei Seiten gelesen habe, schreibe ich das Hauptthema groß über den Text, damit, wenn ich die Seite aufschlage, so grob weiß, worum es in dem Text geht. Wenn du gut im Handlettering bist, kannst du das machen und somit die Seite verschönern. Aber du kannst es auch einfach über die Seite schreiben. Die Bibel ist nicht „nur“ Gottes heiliges Wort, sondern auch ein Werkzeug, was er dir an dir Hand gibt. Es ist wichtig, dass du ein Weg findest dir einen Überblick über deine Bibel zu verschaffen, der zu dir passt.

That‘s it! An sich ist es gar nicht besonders kompliziert und natürlich kannst du es variieren, sodass es zu dir passt! Für die Lineal-Girls unter euch – wenn du das lieber so hast, kannst du ja auch dein Linear nutzen, um deinen Textmarker zu führen.

Fakt ist, Bibellesen muss nichts verstaubt, trocken oder langweilig sein. Es kann für dich etwas sein, was dich stärkt und ermutigt. Lass es lebendig werden und gestalte deine Zeit mit Gott, sodass sie dir auch Spaß macht! Stell dir vor, deine beste Freundin käme zu Besuch und du sagst (bitte in einer monotonen Robotererstimme lesen): „Oh meine beste Freundin kommt zu Besuch. Toll. Dann strenge ich mich mal an, mich auf das Gespräch zu konzentrieren. Hoffentlich hat sie mal wieder was zu sagen.“

Oftmals gehen wir auch so an unsere Beziehung mit Jesus. Das ist so traurig! Denn Gott ist ein lebendiger, beziehungsorientierter Gott, der mit dir im Gespräch sein will, der dich hören will, der aber auch mit dir sprechen will.

Es gibt tausend verschiedene Arten und Variationen wie man in die Begegnung mit ihm treten kann, aber ich habe festgestellt, dass durch diese Methode, mir viele Verse und Aussagen ganz neu bewusstgeworden sind. Oft hatte ich das Gefühl, diese Stelle/diesen Vers noch nie so gelesen zu haben.

Also, viel Spaß und traue dich!

Fühl dich gedrückt,

Carina

*kämpfe

 

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