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Furchtlos: 4 Wege deine Angst neu auszurichten

Als ich darüber nachdachte, worum es in dieser Woche gehen soll, lag mir das Thema Angst sehr auf dem Herzen. Obwohl wir in der Post-Aufklärung leben, einer Zeit voller Informationsflut und ständiger Verbundenheit, ist Angst ein riesiges Thema! Vielleicht gerade deswegen? Vor allem in den USA, aber auch immer mehr in Deutschland, belagern Angst und Besorgnis (engl. Anxiety) die Menschen um uns herum.

Was ist Angst? Sie umgibt uns auf allen Seiten. Sie rauscht auf uns ein. Sie hält uns wach. Sie lähmt uns und lässt unsere Gedanken kreisen. Die Angst gibt es in allen Größen und in allen Lebenslagen. Manchmal drückt sie sich eher als Sorge aus. Manchmal sogar auch als Zorn. Aber letztendlich scheint sie uns die Macht über uns selbst zu nehmen.

Als Christ hab ich manchmal schon ein schlechtes Gewissen, wenn mich die Sorgen mal wieder überkommen. Sollte ich nicht so langsam begriffen haben, dass Gott mich nicht im Stich lässt? Sollte ich nicht so langsam von seiner Vorsorge überzeugt sein? Mit Fearless auf meinem Arm gestempelt und „Fürchte dich nicht…“ in der Bibel verewigt, warum fällt es mir dann so schwer, in diesem Bewusstsein zu leben?

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Aber nicht nur ich und du als einzelne, haben Angst! Auch unsere Gemeinden leben oft in Angst und Sorge! Sie haben Angst, Menschen zu verlieren. Sorgen, dass nicht genug Geld da ist. Angst etwas falsch zu machen… Oftmals hindert uns das, voran zu gehen und mutige Entscheidungen zu treffen und Schritte zu gehen. Ob jetzt in Gemeinden oder in unserem eigenen Leben!

Man ist schnell dabei zu sagen, dass Angst etwas schlechtes ist. Ich habe aber mal gehört, dass alle Emotionen die wir haben, nicht schlecht sind, sondern nur falsch orientiert sind. Gott schenkt uns jeden unserer Emotionen für einen bestimmten Zweck, und zwar uns auf ihn auszurichten. Vor einiger Zeit habe ich einen sehr interessanten Podcast zu diesem Thema gehört, der mich neu über das Thema hat nachdenken lassen.

Mal ganz nüchtern betrachtet definiert Matt Lanz (aus dem Podcast) Furcht oder Angst als eine emotionale Reaktion auf Umstände, die außerhalb unserer Kontrolle sind und uns das Gefühl geben, dass wir dadurch ein Schaden davon tragen könnten. Diese emotionale Reaktion führt uns dazu, Rettung zu suchen. Etwas zu suchen, was größer oder stärker als unsere Angst ist oder sie auf anderer Art und Weise vertreiben kann. Was wir in diesem Fall aufsuchen kann ganz unterschiedlich sein. Ob du Angst hast alleine zu sein und deshalb sofort dein Handy zuckst, sobald du niemanden auf der Party hast, mit dem du sprechen kannst. Oder ob du zum Kühlschrank schleichst, sobald der Prüfungsstress zu viel wird. Oder vielleicht gehst du sogar bestimmten Beziehungen aus dem Weg, weil du Angst hast, verletzt zu werden.

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Photo by Tim Marshall on Unsplash

Gott hat uns unsere Angst gegeben, um wiederum auch unseren Retter zu sein! So herrlich und wunderbar ist seine Liebe! Doch unsere Angst zeigt uns oft was wir glauben, mächtiger zu sein, als Gott selbst. Denn wenn uns wirklich Gottes Allmacht bewusst ist und wir wissen, dass Jesus, Sohn Gottes, alle Tage bei uns ist – wen müssen wir dann noch fürchten?

Was ich an dieser ganzen Sache aber so wunderbar finde ist, dass Jesus uns nicht für unsere Angst verurteilt. Er macht uns nicht noch ein weiteres schlechtes Gewissen, warum wir in diesem Fall ihm nicht vertrauen oder sogar glauben. Im Gegenteil, mit seiner sanften Hand nimmt er dein Kinn und lenkt deinen Blick auf sein Gesicht. Schaue mich an meine wertvolle Tochter. Hab keine Angst, ich bin bei dir. Schaue, wie ich das – was dir gerade Angst macht – zurechtweise und vernichte.

So, nun haben wir manchmal aber einfach Angst. Wir wissen nicht wie es weitergehen soll nach der Schule oder dem Studium. Wir wissen nicht, ob die von uns geliebten Personen wieder gesund werden. Es gibt vieles, was uns Angst machen kann, aber was können wir in diesen Situationen machen?

1. Schaue weg von deiner Angst und hin zu Jesus.

Komme vor ihm. Er wartet schon auf dich. Sag ihm, was dir Angst macht, was deine Befürchtungen sind. Sag ihm, wo du unsicher bist, ob er handeln wird. Wenn du gerade nicht beten kannst, dafür aber singen, dann tue das! Ich kann mich an so manche gruseligen und dunklen Fahrradfahrten erinnern, durch die ich mich durch gesungen habe. Für manche ist weder beten noch singen möglich. Dann höre Lobpreis, höre wie andere Gottes Herrlichkeit und Größe preisen!
Und vor allem lese sein Wort! Unten habe ich ein paar Verse voller Zuversicht zusammen gefasst, die du dir schnell anschauen kannst, wenn Sorgen oder Angst dich überfallen.

verse um gegen Angst anzukämpfen!

2. Mach dir Gottes Gegenwart bewusst.

Der Trick bei dem ersten Schritt ist, dass du dir langsam wieder bewusst machen kannst, mit welchem großem Gott du es zu tun hast!! Mit diesem großen Gott hast du einen ganz persönlichen Zugang. Er hört die Sorgen deines Herzens! Er erhört dein Gebet. Er, der allmächtige König über Himmel und Erde, wendet sich dir auf persönlicher Ebene zu und verspricht nie von deiner Seite zu weichen. Nimm dir eine Minute Zeit, diese Realität in deinem Herzen zu verankern. Und wenn dir das alles bewusst geworden ist, dann nimm den Zuspruch von den obengenannten Versen und widerspreche deine Angst und weise sie in die Schranken!!

3. Suche Gemeinschaft.

Mach es nicht alleine!! In manchen Momenten sind wir von unserer eigenen Angst so gelähmt, dass wir gar nicht das Gefühl haben, unseren Blick auf Jesus richten zu können. Manchmal kann man einfach nicht beten und unsere Gedanken schweifen beim Bibellesen. Manchmal nervt uns auch Lobpreis-Musik! Ja, aber genau in diesen Augenblicken brauchen wir Freunde die uns beistehen und für uns beten. Manchmal mit uns zusammen, aber auch einfach von der ferne.

Wir brauchen Mitkämpferinnen im Glauben. Aber sie können auch nur dann gut für uns kämpfen, wenn sie Zugang zu unseren Ängsten haben. Ein weiterer wichtiger Punkt: Gib deinen Freundinnen Zugriff zu deinem Innenleben. Lass sie in dein Leben rein sprechen und dich auf deine blinden Flecken aufmerksam machen! So können sie manchmal auch Ängste aufdecken, die in deinen hinteren Ecken lungern und unbewusst deine Sorge steuern.

4. Sei mutig!

Mut ist das Ergebnis davon, wenn du deine Rettung in etwas Standfestes und unerschütterlich findest. Die einzig wahre, ewig standfeste und unerschütterliche Rettung ist Jesus. Wenn wir das wenn wir unsere Errettung in Ihm suchen, finden wir wahre Freiheit, mutige Schritte zu gehen!

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Photo by Sammie Vasquez on Unsplash

Ich finde, dass diese Schritte für alle gelten, ob einzelne Menschen oder ganze Gemeinden. Es kommt letztendlich auf die Frage an: Wer glauben wir, ist am mächtigsten?

Klar, es ist nicht immer mit einem Gebet getan. Aber ich versichere dir! Wenn du dich kontinuierlich Gottes mächtigen und liebevollen Gegenwart aussetzt, ist Er treu und gerecht. Er lässt dich nicht im Stich! Traue dich ihm zu vertrauen!

Fühl dich gedrückt!!

Carina

P.S. Ab nächster Woche verschiebt sich die Blogpost-Veröffentlichung auf mittwochs mittwochs! Aber weiterhin einmal die Woche!

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